Suchergebnis: Katalogdaten im Frühjahrssemester 2020

GESS Wissenschaft im Kontext (Science in Perspective) Information
Nur die in diesem Abschnitt aufgelisteten Fächer können als "GESS Wissenschaft im Kontext" angerechnet werden.
Weiter unten finden Sie die Kurse im Bereich "Typ B. Reflexion über fachspezifische Methoden und Inhalte" sowie den Bereich "Sprachkurse"

Im Bachelorstudium sind 6 KP und im Masterstudium 2 KP zu erwerben.

Studierende, die eine Lerneinheit bereits im Rahmen ihres Fachstudiums abgelegt haben, dürfen dieselbe Veranstaltung NICHT nochmals belegen!
Typ A: Förderung allgemeiner Reflexionskompetenz
Für alle Studierenden geeignet.

Studierende, die eine Lerneinheit bereits im Rahmen ihres Fachstudiums abgelegt haben, dürfen dieselbe Veranstaltung NICHT nochmals belegen!
Philosophie
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
851-0101-01LEinführung in die praktische Philosophie
Besonders geeignet für Studierende D-MAVT, D- MATL
W3 KP2GL. Wingert
KurzbeschreibungDie praktische Philosophie hat es beschreibend und bewertend mit dem Praktischen, also mit dem Bereich des Handelns und der Praktiken, mit Normen für Handlungen und mit Werten von Personen und Gesellschaften zu tun. Ethik und politische Philosophie sind ein Teil von ihr. In diesem Einführungskurs werden eine Reihe von zentralen Autoren und Problemen der praktischen Philosophie erörtert werden.
LernzielAm Ende des Kurses hat man bei aktiver Teilnahme (1) kulturell bis heute einflussreiche Antworten auf einige zentrale Fragen (siehe unter "Inhalt") der praktischen Philosophie kennengelernt. Man kann (2) ihre Überzeugungskraft schon etwas abschätzen, und (3) man denkt präziser in normativen, darunter ethischen Fragen. Denn man macht im eigenen Urteilen einen disziplinierteren Gebrauch von Schlüsselbegriffen wie dem Guten, dem Richtigen, von Moralität, Recht, Freiheit usw.
InhaltDie Ethik ist die Lehre vom Guten, das vom bewussten, intentionalen Verhalten (=vom Handeln) erreicht werden kann. Sie ist ein wesentlicher Teil der praktischen Philosophie. Deshalb gehört zu den zentralen Fragen der praktischen Philosophie, die im Kurs behandelt werden, die Frage:

1. Was bedeutet "gut" und "schlecht" in der ethischen Sprache? Was meint man mit "gut", wenn man sagt: "Freiwilligen Arbeit beim <Roten Kreuz> ist gut"? Meint man zum Beispiel, das Tun sei nützlich oder es sei altruistisch oder fair?

Weitere Fragen werden sein:

2. Lassen sich moralische Urteile wie "Niedrigere Steuern für reiche Ausländer im Kanton <Zug> sind ungerecht" oder "Jede Person muss das Recht haben, jede Religionsgemeinschaft zu verlassen" begründen? Wenn ja, wie weit reicht die Begründung dafür?
Stimmt es, wenn man sagt: "Man kann zwar nachweisen, dass die Aussage wahr ist: (a) Die Stickstoffdioxid-Belastung in Zürich hat den zulässigen Grenzwert überschritten (80 mg/m3). Man kann aber nicht nachweisen, dass die Aussage wahr ist: (b) Heutzutage hat die Ungleichverteilung von Reichtum auf der Erde die zulässigen Grenzen überschritten. (a) stellt objektive Tatsachen fest, (b) drückt eine bloß subjektive, wenn auch vielleicht verbreitete Wertung aus."

3. Was charakterisiert gerechte Gesetze, und wie ist das Verhältnis zwischen Recht und Moral zu verstehen?

4. Recht und Moral setzen voraus, dass Personen frei sind. Ist diese vorausgesetzte Freiheit eine Illusion?

Solche Fragen sollen zum Teil im Rückgriff auf klassische Texte aus der westlichen Philosophiegeschichte behandelt werden (u.a. Platon, Aristoteles, Thomas Hobbes, David Hume, Immanuel Kant). Zeitgenössische Philosophen wie Jürgen Habermas, Thomas Nagel, Ernst Tugendhat oder Bernard Williams werden ebenfalls einbezogen werden.
LiteraturZur Vorbereitung:

-Dieter Birnbacher, Analytische Einführung in die Ethik, 2. Aufl. Berlin: de Gruyter Verlag 2006.
- Simon Blackburn, Denken, Darmstadt: Primus Verlag 2001, Kapitel 3 und 8.
- Philippa Foot, <Tugenden und Laster> sowie <Moral, Handlung und Ergebnisse> beide in: dies., Die Wirklichkeit des Guten. Moralphilosophische Aufsätze, Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1997.
- H.L.A. Hart, <Der Positivismus und die Trennung von Recht und Moral> (1958), in: ders., Recht und Moral, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1971, S. 5-57.
- Detlef Horster, Rechtsphilosophie zur Einführung, Hamburg: Junius Verlag 2002
- Robert Kane, <Introduction: The Contours of the Contemporary Free Will Debates>, in: ders., (Hg.), The Oxford Handbook of Free Will, Oxford 2002.
– Thomas Nagel, Die Grenzen der Objektivität. Philosophische Vorlesungen, Stuttgart: Reclam 1991.
- Ulrich Pothast, <Einleitung> in: ders., (Hg.), Seminar: Freies Handeln und Determinismus, Frankfurt/M.: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1978, S. 7-31.
- Bernard Williams, Der Begriff der Moral. Eine Einführung in die Ethik, Reclam: Stuttgart 1976.
- Peter Winch, Die Idee der Sozialwissenschaft und ihr Verhältnis zur Philosophie, Frankfurt/M.: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1974 (Kap. II: <Das Wesen sinnvollen Verhaltens>).
Voraussetzungen / BesonderesDer Kurs wird eine Mischung aus Vorlesung und Seminar sein. Leistungspunkte können durch Essays zu vorgegebenen und zu frei gewählten Themen erworben werden.
851-0147-01LTheorien, Experimente, Kausalität
Findet dieses Semester nicht statt.
Besonders geeignet für Studierende D-PHYS
W3 KP2GR. Wallny, M. Hampe
KurzbeschreibungIn diesem Kurs werden verschiedene Grundbegriffe und Problemstellungen aus der Physik vor einem breiteren historischen und philosophisch-systematischen Hintergrund kritisch reflektiert. Behandelt werden u.a. die Rolle des Experiments, der Materie- und Feldbegriff sowie Kriterien der Theoriebildung.
LernzielDie Veranstaltung soll Studierende in die Lage versetzen, unterschiedliche Ansätze und Problemstellungen aus der Physik, kritisch zu bewerten und dies auch Personen ausserhalb ihres Fachgebiets souverän kommunizieren zu können.
Voraussetzungen / BesonderesDiese Lehrveranstaltung ist Teil der "Critical Thinking"-Initiative der ETH.
851-0148-00LEinführung in die Philosophie: Propheten, Richter, Narren, Ärzte
Findet dieses Semester nicht statt.
W3 KP2VM. Hampe
KurzbeschreibungStudierenden der Natur- und Technikwissenschaften soll ein Überblick über die Formen des Philosophierens gegeben werden und Anfänger in diesem Fach sollen eine Einleitung erhalten.
LernzielStudierende der Natur- und Technikwissenschaften soll ein Überblick über die Formen des Philosophierens gegeben werden und Anfänger in diesem Fach sollen eine Einleitung erhalten. Für den Leistungsnachweis muss ein kritisches Protokoll einer Vorlesungsstunde nach Wahl verfasst werden (ca. 5-7 Seiten).
InhaltPhilosophie tritt in verschiedenen Formen auf: Als Gegenwartsdiagnose, aus der Prognosen folgen, als Beurteilung des Verhaltens und Denkens, als Beobachterkommentar, der Widersprüche in den menschlichen Verhältnissen benennt und als Therapie praktischer und theoretischer Verwicklungen. An Texten von Platon, Kant, Morus, Nietzsche, Carnap, Heidegger, Wittgenstein u.a. wird in die Vielfalt der phil. Denkweisen eingeführt.
SkriptDas Skript der Vorlesung ist unter der folgenden internetadresse zu finden: Link
LiteraturMichael Hampe, Propheten, Richter, Ärzte, Narren: Eine Typologie von Philosophen und Intellektuellen, in: Martin Carrier und Johannes Roggenhofer (Hg.) Wandel oder Niedergang? Die Rolle der Intellekturelln in der Wissengesellschaft, Tranbscript Verlag, Münster 2007
Voraussetzungen / BesonderesKreditpunkte und benotete Leistungsnachweise können durch Schreiben eines krtiischen Stundenprotokolls erworben werden. Es wird ein begleitendes Tutorium nach Vereinbarung zur Betreung der Leistungsnachweise angeboten.
701-0701-00LWissenschaftsphilosophieW3 KP2VC. J. Baumberger
KurzbeschreibungDie Vorlesung behandelt den Begriff wissenschaftlicher Rationalität in kritischer Auseinandersetzung mit verschiedenen wissenschaftsphilosophischen Positionen und am Beispiel der Umweltforschung. Sie geht auf empirische, mathematische und logische Methoden ein und diskutiert Probleme sowie ethische Fragen, die sich bei der praktischen Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft stellen.
LernzielStudierende können sich mit wissenschaftsphilosophischen Fragestellungen auseinandersetzen und diese auf die Umwelt- oder Naturwissenschaften beziehen. Sie kennen wichtige Positionen der Wissenschaftsphilosophie und zentrale Kritikpunkte daran. Sie können kritische Fragen, welche sich mit der Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft stellen, identifizieren, strukturieren und diskutieren.
Inhalt1. Wesentliche Unterschiede zwischen antikem und neuzeitlichem Wissenschaftsbegriff.
2. Klassische Positionen der Wissenschaftsphilosophie im 20 Jh.: logischer Empirismus und kritischer Rationalismus (Popper); die Analyse wissenschaftlicher Erklärungen und Begriffsbildungen.
3. Kritik am logischen Empirismus und kritischen Rationalismus sowie weitere Entwicklungen: Was unterscheidet Naturwissenschaften und Geistes-, Sozial- und Geschichtswissenschaften? Was bedeutet Erkenntnisfortschritt (Kuhn, Fleck, Feyerabend)? Ist wissenschaftliche Erkenntnis relativistisch zu verstehen? Welche Funktionen haben Experimente und Computersimulationen?
4. Probleme der Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft: das Verhältnis von Grundlagenforschung und angewandter Forschung; Inter- und Transdisziplinarität; Verantwortung in den Wissenschaften.
SkriptEin Reader wird zu Beginn der Lehrveranstaltung abgegeben
LiteraturEine Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung abgegeben.
Voraussetzungen / BesonderesDer Leistungsnachweis für Studierende an der ETH findet im Rahmen einer mündlichen Sessionsprüfung statt.
In zusätzlichen fakultativen Uebungen werden ausgewählte Texte des Readers vertieft diskutiert. Für die Uebungen wird ein Kreditpunkt angerechnet. Sie erfordern eine zusätzliche Einschreibung unter 701-0701-01 U.
401-1010-00LDie Grundlagen der Analysis aus philosophischer und historischer Sicht Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 30

Besonders geeignet für Studierende D-MATH
W3 KP2SL. Halbeisen, G. Sommaruga
KurzbeschreibungFlankierend zu den Analysis Vorlesungen werden aus philosophischer Sicht die Entstehung und Entwicklung der Analysis betrachtet und diskutiert. Insbesondere werden die verschiedenen Ansätze behandelt, wie mit den durch die Infinitesimale entstandenen Problemen umzugehen ist. Abschliessend wird eine kleine Einführung in die Nonstandard Analysis gegeben.
LernzielDie Veranstaltung soll Studierende in die Lage versetzen, sich mit den der Analysis zugrunde liegenden philosophischen Grundannahmen kritisch auseinanderzusetzen, diese zu analysieren und zu reflektieren.
NB. Das Seminar ist Teil der Critical Thinking-Initiative des Rektorats.
401-3014-00LDie Entwicklung der Mengentheorie als Fundament der Analysis und Algebra Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Findet dieses Semester nicht statt.
Maximale Teilnehmerzahl: 30

Besonders geeignet für Studierende D-MATH
W3 KP2SL. Halbeisen
Kurzbeschreibung
Lernziel
851-0125-65LA Sampler of Histories and Philosophies of Mathematics
Besonders geeignet für Studierende D-CHAB, D-INFK, D-ITET, D-MATH, D-PHYS
W3 KP2VR. Wagner
KurzbeschreibungThis course will review several case studies from the ancient, medieval and modern history of mathematics. The case studies will be analyzed from various philosophical perspectives, while situating them in their historical and cultural contexts.
LernzielThe course aims are:
1. To introduce students to the historicity of mathematics
2. To make sense of mathematical practices that appear unreasonable from a contemporary point of view
3. To develop critical reflection concerning the nature of mathematical objects
4. To introduce various theoretical approaches to the philosophy and history of mathematics
5. To open the students' horizons to the plurality of mathematical cultures and practices
851-0125-67LStructuralist and Post-Structuralist Approaches to Signs and Knowledge Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SR. Wagner
KurzbeschreibungThis course will review some structuralist and post-structuralist approaches to signs and knowledge. It will start from the French structuralist tradition, continue with the "1968 thinkers", and conclude with feminist and queer critiques of knowledge that rely on this tradition. The theories studied in class will be evaluated in terms of their application to science studies.
Lernziel1. To introduce the structuralist and post-structuralist tradition, as well as subsequent queer and feminist critiques of knowledge (the thinkers taught in the course will most probably come from the following list: Ferdinand de Saussure, Jacques Lacan, Julia Kristeva, Michel Foucault, Jean Baudrillard, Jacques Derrida, Judith Butler, and Donna Harraway).
2. To apply the ideas of this tradition to the context of science studies

At the end of the course the students will be able to analyze scientific texts and practices in terms of structuralist, post-structuralist and feminist critique of science.
851-0144-12LPhilosophie der Logik Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 40
W3 KP2SG. Sommaruga
KurzbeschreibungPhilosophie der Logik ist eine philosophische Reflexion über einige Schlüsselbegriffe und -themen der formalen bzw. mathematischen Logik. In diesem Seminar werden einerseits die technischen logischen Grundlagen erarbeitet, andererseits wird auf diesen Grundlagen in die philosophische Diskussion von Themen wie Wahrheit, logische Folgerung, Existenz, mögliche Welten oder Konstruktivismus eingeführt
Lernziel1. der Erwerb von grundlegenden Kenntnissen der Prädikatenlogik 1. Stufe (einschliesslich Gödelscher Vollständigkeit, Löwenheim-Skolem und Kompaktheit), der Modallogik und der intuitionistischen Logik
2. das Kennenlernen von philosophischen Fragen und Problemen der formalen Logik (welche oftmals bis in die Antike zurückreichen) sowie von einigen Versuchen, die unternommen wurden, um diese Fragen zu beantworten bzw. Probleme zu lösen.
851-0160-00LWeisheitsliteratur Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 30
W3 KP2SM. Hampe
KurzbeschreibungIn dem Seminar werden Texte untersucht, die den Anspruch erheben, ihre Leser auf eine entscheidende Weise in ihrer Lebensführung zu verändern, u.a. aus der Tradition der Stoa (Epiktet, Seneca), der Aufklärung (Spinoza) und dem 19. Jahrhundert (Kierkegaard, Marx).
LernzielErwerb einführender Kenntnisse über die europäische Weisheitsliteratur.
InhaltIn dem Seminar werden Texte untersucht, die den Anspruch erheben, ihre Leser auf eine entscheidende Weise in ihrer Lebensführung zu verändern, u.a. aus der Tradition der Stoa (Epiktet, Seneca), der Aufklärung (Spinoza) und dem 19. Jahrhundert (Kierkegaard, Marx).
851-0090-00LThe Philosophy of Complex Systems Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SO. Del Fabbro
KurzbeschreibungToday complexity research has found an enormous expansiveness in heterogenous areas, such as physics, biology, medicine, urban complexity, environment sustainability, public policy, economics, sociology, education, computer science, robotics, AI, etc. Furthermore, we will look at historical advancements like cybernetics, and how complexity research influenced philosophical theories.
LernzielStudents should learn about the different types of argumentative texts and scientific theories. They should learn to understand the descriptive and critical value of texts that operate at the boarder between philosophy and science.
052-0518-20LTheorie und Praxis: Systemtheorie und utopisches Denken Information W2 KP2GC. Posthofen, A. Brandlhuber
KurzbeschreibungFS20: Kolloquium zu erkenntnis- und handlungstheoretischen Aspekten der Systemtheorie von Niklas Luhmann und Subjektphilosopien, etwa der Urteilskraft bei Immanuel Kant.

Kolloquien zur epistemischen Grundlagenforschung von Kommunikation/Medien (Film, Fernsehen) anhand von Lektüre/Diskussion historischer und zeitgenössischer philosophischer, kulturwissenschaftlicher und soziologischer Texte.
LernzielDie Studierenden gewinnen Einsicht in das Spektrum erkenntnistheoretischer und wahrnehmungstheoretischer Theorien, lernen diese zu lesen und deren jeweilige Voraussetzungen zu analysieren und kritisieren. Aus dieser Arbeit entwickelt sich ein Objektbeziehungsmodell in progress, das der Eigenüberprüfung im Entwurfsprozess so wie der Beurteilung architektonischer Situationen im Allgemeinen und im Besonderen dient. Das Verfassen von „wissenschaftlichen Tagebüchern" in denen in freier Form die Inhalte des Kolloquiums mit der Alltagserfahrung der Studierenden zusammengedacht werden, schult das konzentrierte ergebnisorientierte Denken im Allgemeinen, wie auch in architektonischen Situationen. Die besondere Form der Schriftlichkeit des „wissenschftlichen Tagebuchs" führt abstrakte Theorie mit dem Erleben der Studierenden zusammen und macht das Wissen auf eigene Art kreativ verfügbar.
InhaltFS20: Einführung in die Systemtheorie. "Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt." (Kant, K.d.r.V., B 173).
Positiv gewendet ist Urteilsdraft eine Voraussetzung für utopisches Denken. Systeme zeichnen sich dagegen durch Eigenlogiken aus, die konservativ/systemerhaltend wirken. Textpassagen von Aristoteles, Niklas Luhmann, Greta Thunberg u.a. werden diskutiert und umkreisen die Frage: "Wie wirken virtuelle Zukünfte auf Möglichkeitsräume der Gegenwart?" Dabei geht es auch um den Anthropozän-Diskurs.

Allgemein: Philosophische Übungen zu Subjekt/Objekt Beziehungen im Allgemeinen und in architektonischen Situationen im Besonderen unter besonderer Berücksichtigung deren medialer Vermittlung durch zeitbasierte Medien. Die beiden menschlichen Vermögen Theorie als Erkennen und Praxis als Handeln entspringen beide ursprünglicher Intentionalität die alles Bewusstsein von Welt steuert. Unser Weltverhältnis ist intentional. Architektonische Situationen im Allgemeinen und im Besonderen sind sowohl für deren Planer als auch deren Nutzer von dieser Intentionalität geprägt. Intentionen und Autorschaften in einer komplexen, relationalen architektonischen und städtischen Wirklichkeit werden mit Hilfe der Kenntnisse aus der Lektüre philosophischer, kulturwissenschaftlicher und soziologischer Texte untersucht und produktiv kritisiert. In der Diskussion der Texte werden Begriffe als Werkzeuge für die Analyse architektonischer Situationen erarbeitet. Die erkenntnistheoretischen und handlungstheoretischen Einsichten werden für die Entwurfsarbeit mit zeitbasierten Medien wie Film und Fernsehen und deren Reflexion nutzbar gemacht. In den „wissenschaftlichen Tagebüchern" werden die theoretischen Einsichten aus dem Kolloquium mit eigenen Alltagserfahrungen der Studierenden in Zusammenhang gebracht und überprüft.
SkriptWird beim ersten Treffen ausgegeben.
LiteraturTeil des Skripts — wird den Studierenden beim ersten Treffen ausgehändigt.
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