Suchergebnis: Katalogdaten im Frühjahrssemester 2019

Umweltnaturwissenschaften Bachelor Information
Bachelor-Studium (Studienreglement 2011)
Sozial- und geisteswissenschaftliches Modul
Modul Wirtschaftswissenschaften
Obligatorische Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0729-00LMethoden der empirischen Sozialforschung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 65
Zielgruppe: Studierende BSc Umweltnaturwissenschaften; bei freien Plätzen auch Belegung für andere Studienrichtungen möglich.

Studierende, die die Lerneinheit 860-0029-00L Methoden der empirischen Sozialforschung im FS besuchen und darin geprüft werden, dürfen die Lerneinheit 701-0729-00L Methoden der empirischen Sozialforschung nicht besuchen und anrechnen lassen.
W3 KP2GM. Stauffacher, A. Bearth, O. Ejderyan
KurzbeschreibungZiel dieser Veranstaltung ist es, methodische Grundprinzipien sozialwissenschaftlicher Forschung zu vermitteln und somit zu einer kritischen Reflexion von wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion anzuregen. Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die konkrete Vorgehensweise, die Methoden und Konzepte leitfadengestützter Interviewtechniken sowie der Fragebogenforschung.
LernzielDie Studierenden können
- die Bedeutung von methodengestütztem Vorgehen in der Sozialwissenschaft beschreiben.
- Grundprinzipien sozialwissenschaftlichen Forschens erklären.
- Resultate sozialwissenschaftlicher Forschung kritisch lesen.
- kleinere Interviews und Fragebogenerhebungen selbst durchführen.
InhaltAlle Teilnehmenden verpflichten sich zur aktiven Mitarbeit in Form von drei Übungen (leitfadengestütztes Interview, Erstellung von Fragebogen, Auswertung von Daten).
Inhaltsübersicht:
(1) Wozu empirische (Sozial-)Forschung?
(2) Der Forschungsablauf im Überblick, verknüpfen von qualitativen und quantitativen Methoden
(3) Leitfadengestützte Interviews: erstellen Leitfaden, Durchführung und Auswertung
(4) Fragebogen: Hypothesen erarbeiten, Fragebogen erstellen, Durchführung, Daten auswerten, und Resultate darstellen
SkriptDie Dozenten arbeiten mit Folien, die als Handout abgegeben werden.
LiteraturZur ergänzenden Begleitlektüre kann folgendes Buch empfohlen werden:
Schutt, R.K. (2006). Investigating the Social World: The Process and Practice of Research, 5th ed. Pine Forge Press: Thousand Oaks, CA
860-0029-00LMethoden der empirischen Sozialforschung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 65

Zielgruppe: Studierende BSc Umweltnaturwissenschaften; bei freien Plätzen auch Belegung für andere Studienrichtungen möglich.

Studierende, die die Lerneinheit 860-0029-00L Methoden der empirischen Sozialforschung im FS besuchen und darin geprüft werden, dürfen die Lerneinheit 701-0729-00L Methoden der empirischen Sozialforschung nicht besuchen und anrechnen lassen.
W3 KP2GL. Rudolph
KurzbeschreibungDie Veranstaltung gibt einen Überblick zu den verschiedenen methodischen Ansätzen in der empirischen Sozialforschung und vermittelt die einzelnen Schritte einer empirischen Untersuchung anhand der praktischen Durchführung eines eigenen Forschungsprojekts.
LernzielIm Kurs erlernen die Studierenden
(1) Grundlagen und Anwendungsbedingungen unterschiedlicher Forschungsmethoden der empirischen Sozialforschung,
(2) die einzelnen Schritte einer empirischen Untersuchung,
(3) der Anwendung empirischer Methoden anhand eines Forschungsprojekts.
InhaltKenntnisse der Methodik empirischer Sozialforschung sind eine grundlegende Kompetenz, ob im Alltag, in interdisziplinären wissenschaftlichen Projekten oder in vielen sozialwissenschaftlichen Berufsfeldern. In diesem Kurs werden Grundlagen der empirischen Sozialforschung vermittelt. Dazu wird im ersten Teil der Veranstaltung in die theoriegeleitete Hypothesengenerierung und den Ablauf eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprozesses eingeführt. Der Kurs gibt dann einen Überblick über verschiedene empirisch-analytische Forschungsdesigns mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Anwendungsbedingungen. Vertieft wird die experimentelle und quasi-experimentelle Herangehensweise behandelt. Im zweiten Teil der Veranstaltung führen die Studierenden selbst ein Forschungsprojekt durch und lernen den Ablauf von Studiendesign und Forschungsplanung, Datenerhebung und Datenauswertung praktisch kennen.
LiteraturDiekmann, A. (2007). Empirische Sozialforschung (18. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Voraussetzungen / BesonderesErste Grundlagen in angewandter Statistik. Kursteilnehmer sollten in der Lage sein einfache deskriptive Statistiken, etwa Mittelwertvergleiche, vornehmen zu können oder die Bereitschaft haben, sich diese selbst durch zusätzliche Lektüre anzueignen.
Wählbare Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0758-00LÖkologische Ökonomik: Grundlagen und Wachstumskritik
Findet dieses Semester nicht statt.
W2 KP2V
KurzbeschreibungDie Studierenden lernen die Grundlagen / zentralen Fragestellungen / Analysen der Ökologischen Ökonomik kennen. Im Zentrum steht dabei das Thema Wirtschaftswachstum. Welche Positionen hat die Ökologische Ökonomik dazu? Mit welchen Theorien und Konzepten begründet sie dies insgesamt und in einzelnen ökonomischen Teilbereichen (z.B. Ressourcenverbrauch, Effizienz, Konsum, Arbeitsmarkt, Unternehmen)?
LernzielKennenlernen der Grundlagen und zentralen Fragestellungen der Ökologischen Ökonomik (ÖÖ): z.B. 'pre-analytic vision', Gegenstandsbereich, Entstehung ÖÖ, Beiträge involvierter Disziplinen wie Ökologie oder Politologie, ökologisch-ökonomische Analyse von Themen wie Arbeitsmarkt, Konsum oder Geld. Kritische Analyse von Wachstum und Kennenlernen von Ansätzen zur Reduktion von Wachstumszwängen.
InhaltWas ist Ökologische Ökonomik
Gegenstand und Grundlagen
Ressourcenverbrauch, seine Entwicklung und Messung
Messung wirtschaftlicher Leistung und Wohlfahrt
Wirtschaftswachstum, Wachstumskritik und Postwachstumsgesellschaft
Konsum, Geld, Unternehmen, Arbeitsmarkt und Wachstumszwänge
Ansatzpunkte für eine Postwachstumsgesellschaft
SkriptKein Skript. Folien und Texte werden vorgängig zur Verfügung gestellt.
LiteraturDaly, H. E. / Farley, J. (2004). Ecological Economics. Principles and Applications. Washington, Island Press.

Seidl, I. /Zahrnt A. (2010). Postwachstumsgesellschaft, Marburg, Metropolis.

Ausgewählte wissenschaftliche Artikel.
Voraussetzungen / BesonderesBesuch einer Vorlesung zu Umweltökonomie oder anderweitige Grundkenntnisse in Ökonomie (z.B. Matura)
701-0764-00LKritische Auseinandersetzung mit dem ökonomischen Wachstumsparadigma Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Findet dieses Semester nicht statt.
Maximale Teilnehmerzahl: 25

Zielgruppen: Agrarwissenschaften (BSc/MSc) und Umweltnaturwissenschaften (BSc/MSc).
W1 KP1S
KurzbeschreibungIn diesem Seminar werden etwa drei wissenschaftliche Texte gelesen und diskutiert, die sich eingehend und kritisch mit Wirtschaftswachstum und der Umweltthematik beschäftigen.
LernzielVertiefte Kenntnis der ökologischen Ökonomik, der ökonomisch-ökologischen Wachstumskritik, der energetisch-materiellen Implikationen von Wachstum, von Konsumkritik und wachstumskritischen Denktraditionen.
Lesen und Reflexion wissenschaftlicher Texte.
InhaltWachstumstheorie, Wachstumsparadigma, Wachstumskritik, Energie, Entropie/Energie, Neoklassik versus Ökologische Ökonomik, Konsumtheorien und Konsumerismus.
Voraussetzungen / BesonderesTeilnahme am Kurs: 701-0758-00L Ökologische Ökonomik: Grundlagen und Wachstumskritik (parallele oder frühere Teilnahme) ode sehr gute ökologisch-ökonomische oder umweltökonomische Grundkenntnisse
363-0532-00LÖkonomische Theorie der NachhaltigkeitW3 KP2VL. Bretschger
KurzbeschreibungKonzepte und Indikatoren nachhaltiger Entwicklung, Paradigmen starker und schwacher Nachhaltigkeit;
Modelle neoklassischen und endogenen Wachstums;
Umweltverschmutzung, Umweltpolitik und Wachstum;
Rolle der Substitutionselastizität und des technischen Fortschritts;
Environmental Kuznets Curve; Wirtschaftswachstum bei nicht-erneuerbaren und erneuerbaren Ressourcen.
LernzielDie Studierenden sollen ein Verständnis für die Implikationen nachhaltiger Entwicklung in Bezug auf das langfristige Wachstum von Volkswirtschaften entwickeln. Es soll herausgearbeitet werden, inwieweit das Potential für nachhaltiges Wachstum von Substitutionsmöglichkeiten, technologischem Fortschritt und umweltpolitischen Eingriffen des Staates abhängig ist.
InhaltDie Studierenden werden zunächst mit unterschiedlichen Konzepten und Paradigmen nachhaltiger Entwicklung vertraut gemacht. Aufbauend auf dieser Grundlage werden Bedingungen für nachhaltiges Wachstum bei Umweltverschmutzung und knappen natürlichen Ressourcen näher beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle von Substitutionsmöglichkeiten und technischem Forschritt für die Ueberwindung von Ressourcenknappheit. Auswirkungen von Umweltexternalitäten werden in Bezug auf mögliche Ansatzpunkte für wirtschafts- und umweltpolitische Eingriffe des Staates betrachtet.
Konzepte und Indikatoren nachhaltiger Entwicklung, Paradigmen starker und schwacher Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsoptimismus vs. –pessimismus;
Einführung in Modelle neoklassischen und endogenen Wachstums;
Umweltverschmutzung, Umweltpolitik und Wachstum;
Rolle der Substitutionselastizität und des technischen Fortschritts;
Environmental Kuznets Curve: Grundkonzept, theoretische Elemente, empirische Resultate;
Wirtschaftswachstum bei nicht-erneuerbaren und erneuerbaren Ressourcen, Hartwick-Regel, Konsumentwicklung bei zinsabhängigem Sparen, ressourcensparender technischer Fortschritt.
SkriptDie Folien zur Veranstaltung werden vorlesungsbegleitend über Internet zugänglich gemacht.
LiteraturBretschger, F. (1999), Growth Theory and Sustainable Development, Cheltenham: Edward Elgar.

Bretschger, L. (2004), Wachstumstheorie, Oldenbourg, 3. Auflage, München.

Perman, R., Y. Ma, J. McGilvray and M. Common (2003), Natural Resource and Environmental Economics, Longman , 3d ed., Essex.

Neumayer, E. (2003), Weak and Strong Sustainability, 2nd ed., Cheltenham: Edward Elgar.


Weitere Literaturangaben in der Vorlesung
363-1038-00LSustainability Start-Up Seminar Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 30
W3 KP2GA.‑K. Zobel
KurzbeschreibungExperts lead participants through a lean start-up process. The course contains idea generation and evaluation, team formation, and the development of one entrepreneurial idea per team. A special focus is put on sustainability, in particular on circular economy and renewable energy technologies.
Lernziel1. Participants become keen on starting their own company
2. Participants believe in their ability to found their own company
3. Participants experience the first steps within such a start-up
4. Participants reflect on sustainability issues
InhaltThis course is aimed at people with a keen interest to address sustainability issues (with a focus on circular economy and renewable energy) with entrepreneurial ideas!

The seminar consists of a mix of lectures, workshops, individual working sessions, and team work. Reflecting on learning goals and progress is an integral part of the course.

All course content is based on the latest international entrepreneurship practices: The seminar starts with an introduction to entrepreneurship and sustainability, followed by idea generation and evaluation workshops, team formation sessions, the development of a business model around selected ideas, real-life testing of these business models, and a pitching training. The course ends with a pitching event where all teams will present their start-up idea.

More information can be found on Link .
SkriptAll material will be made available to the participants.
Voraussetzungen / BesonderesPrerequisite:
Interest in sustainability & entrepreneurship.

Notes:
1. It is not required that participants already have a business idea at the beginning of the course.
2. No legal entities (e.g. GmbH, Association, AG) need to be founded for this course.
3. Additonally to the weekly lectures, there will be the opportunity to participate at an optional presentation skills workshop.

Target participants:
PhD students, Msc students and MAS students from all departments. The number of participants is limited to max.30.

Waiting list:
After subscribing you will be added to the waiting list.
The lecturers will contact you a few weeks before the start of the seminar to confirm your interest and to ensure a good mixture of study backgrounds, only then you're accepted to the course.
851-0609-04LThe Energy Challenge - The Role of Technology, Business and Society Information
Voraussetzung: Grundkenntnisse in Volkswirtschaftslehre.
W2 KP2VR. Schubert, T. Schmidt, J. Schmitz, B. Steffen
KurzbeschreibungIn recent years, energy security, risks, access and availability are important issues. Strongly redirecting and accelerating technological change on a sustainable low-carbon path is essential. The transformation of current energy systems into sustainable ones is not only a question of technology but also of the goals and influences of important actors like business, politics and society.
LernzielIn this course different options of sustainable energy systems like fossile energies, nuclear energy or all sorts of renewable energies are explained and discussed. The students should be able to understand and identify advantages and disadvantages of the different technological options and discuss their relevance in the business as well as in the societal context.
SkriptMaterials will be made available on the electronic learning platform: Link
LiteraturMaterials will be made available on the electronic learning platform: Link
Voraussetzungen / BesonderesVarious lectures from different disciplines.
751-1101-10LFinanz- und Rechnungswesen
Diese LE ist im FS19 NICHT wählbar für das 6. Semester BSc Agrarwissenschaften
W2 KP2GM. Lips
KurzbeschreibungDie Buchhaltung und Kostenkalkulation verstehen
LernzielBuchhaltung und Kostenkalkulation verstehen und anwenden zu können
InhaltDie Bestandteile der Finanzbuchhaltung, die Bilanz und die Erfolgsrechnung, werden schrittweise erklärt und zur doppelten Buchhaltung zusammengeführt. Weiter bilden die Mitteflussrechnung und die Kennzahlenanalyse inhaltliche Schwerpunkte. Schliesslich werden die beiden Bereiche der Betriebsbuchhaltung, die Kostenkalkulation und die Kosten-/Leistungsrechnung (Deckungsbeitrag und Vollkostenrechnung) erläutert. Die Übungen machen rund ein Drittel der Vorlesung aus.
Skriptsteht zur Verfügung
LiteraturMeyer, C., 2012, Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen, 3. Überarbeitete Auflage, Schulthess, Zürich.
Modul Staats- und Gesellschaftswissenschaften
Obligatorische Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0729-00LMethoden der empirischen Sozialforschung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 65
Zielgruppe: Studierende BSc Umweltnaturwissenschaften; bei freien Plätzen auch Belegung für andere Studienrichtungen möglich.

Studierende, die die Lerneinheit 860-0029-00L Methoden der empirischen Sozialforschung im FS besuchen und darin geprüft werden, dürfen die Lerneinheit 701-0729-00L Methoden der empirischen Sozialforschung nicht besuchen und anrechnen lassen.
W3 KP2GM. Stauffacher, A. Bearth, O. Ejderyan
KurzbeschreibungZiel dieser Veranstaltung ist es, methodische Grundprinzipien sozialwissenschaftlicher Forschung zu vermitteln und somit zu einer kritischen Reflexion von wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion anzuregen. Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die konkrete Vorgehensweise, die Methoden und Konzepte leitfadengestützter Interviewtechniken sowie der Fragebogenforschung.
LernzielDie Studierenden können
- die Bedeutung von methodengestütztem Vorgehen in der Sozialwissenschaft beschreiben.
- Grundprinzipien sozialwissenschaftlichen Forschens erklären.
- Resultate sozialwissenschaftlicher Forschung kritisch lesen.
- kleinere Interviews und Fragebogenerhebungen selbst durchführen.
InhaltAlle Teilnehmenden verpflichten sich zur aktiven Mitarbeit in Form von drei Übungen (leitfadengestütztes Interview, Erstellung von Fragebogen, Auswertung von Daten).
Inhaltsübersicht:
(1) Wozu empirische (Sozial-)Forschung?
(2) Der Forschungsablauf im Überblick, verknüpfen von qualitativen und quantitativen Methoden
(3) Leitfadengestützte Interviews: erstellen Leitfaden, Durchführung und Auswertung
(4) Fragebogen: Hypothesen erarbeiten, Fragebogen erstellen, Durchführung, Daten auswerten, und Resultate darstellen
SkriptDie Dozenten arbeiten mit Folien, die als Handout abgegeben werden.
LiteraturZur ergänzenden Begleitlektüre kann folgendes Buch empfohlen werden:
Schutt, R.K. (2006). Investigating the Social World: The Process and Practice of Research, 5th ed. Pine Forge Press: Thousand Oaks, CA
860-0029-00LMethoden der empirischen Sozialforschung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 65

Zielgruppe: Studierende BSc Umweltnaturwissenschaften; bei freien Plätzen auch Belegung für andere Studienrichtungen möglich.

Studierende, die die Lerneinheit 860-0029-00L Methoden der empirischen Sozialforschung im FS besuchen und darin geprüft werden, dürfen die Lerneinheit 701-0729-00L Methoden der empirischen Sozialforschung nicht besuchen und anrechnen lassen.
W3 KP2GL. Rudolph
KurzbeschreibungDie Veranstaltung gibt einen Überblick zu den verschiedenen methodischen Ansätzen in der empirischen Sozialforschung und vermittelt die einzelnen Schritte einer empirischen Untersuchung anhand der praktischen Durchführung eines eigenen Forschungsprojekts.
LernzielIm Kurs erlernen die Studierenden
(1) Grundlagen und Anwendungsbedingungen unterschiedlicher Forschungsmethoden der empirischen Sozialforschung,
(2) die einzelnen Schritte einer empirischen Untersuchung,
(3) der Anwendung empirischer Methoden anhand eines Forschungsprojekts.
InhaltKenntnisse der Methodik empirischer Sozialforschung sind eine grundlegende Kompetenz, ob im Alltag, in interdisziplinären wissenschaftlichen Projekten oder in vielen sozialwissenschaftlichen Berufsfeldern. In diesem Kurs werden Grundlagen der empirischen Sozialforschung vermittelt. Dazu wird im ersten Teil der Veranstaltung in die theoriegeleitete Hypothesengenerierung und den Ablauf eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprozesses eingeführt. Der Kurs gibt dann einen Überblick über verschiedene empirisch-analytische Forschungsdesigns mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Anwendungsbedingungen. Vertieft wird die experimentelle und quasi-experimentelle Herangehensweise behandelt. Im zweiten Teil der Veranstaltung führen die Studierenden selbst ein Forschungsprojekt durch und lernen den Ablauf von Studiendesign und Forschungsplanung, Datenerhebung und Datenauswertung praktisch kennen.
LiteraturDiekmann, A. (2007). Empirische Sozialforschung (18. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Voraussetzungen / BesonderesErste Grundlagen in angewandter Statistik. Kursteilnehmer sollten in der Lage sein einfache deskriptive Statistiken, etwa Mittelwertvergleiche, vornehmen zu können oder die Bereitschaft haben, sich diese selbst durch zusätzliche Lektüre anzueignen.
Wählbare Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0712-00LNaturbeziehungen in aussereuropäischen Gesellschaften
Findet dieses Semester nicht statt.
W2 KP2V
KurzbeschreibungDas Naturverständnis von aussereuropäischen Gesellschaften wird vorgestellt. "Natur" gilt für viele Ethnien in Afrika, Asien und Lateinamerika als belebte Mitwelt von Geistern und Göttern. Diese Sichtweise wird aus naturwissenschaftlicher Logik als irrational bezeichnet. Welche Auswirkungen hat die religiöse Wahrnehmung aber auf die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen?
LernzielIn dieser Veranstaltung soll den Studierenden eine Einführung in die Weltsicht aussereuropäischer Völker aus ethnologischer Sicht gegeben werden. Insbesondere geht es darum aufzuzeigen, wie solche Völker das wahrnehmen, was wir als "Natur" oder "Umwelt" bezeichnen. Teilaspekte von Strategien der Ressourcennutzung sollen so besser verstanden werden und zu einem kritischen Verständnis des Verhaltens von Gruppen und Individuen in aussereurpäischen Gesellschaften in konkreten, praxisrelevanten Situationen der partizipativen Zusammenarbeit in der nachhaltigen Ressourcennutzung führen
InhaltDie Studierenden werden dabei mit Vorstellungen und Ideologien von Natur konfrontiert, die sich nicht mit unserer Logik physisch-chemischer und biologischer Abläufe in der "Natur" decken, und die wir somit als "irrational" empfinden. Wir werden uns mit verschiedenen Konzepten aus dem Bereich der Religions-Ethnologie beschäftigen, die sich insbesondere im Bereich Magie, Hexerei und Orakelbefragung mit der "Rationalität" solcher Umweltvorstellungen auseinandersetzen. Seit der Beschäftigung mit der Ökosystemtheorie durch Roy Rappaport erhielt diese "wilde Denken" eine neue Funktion (Rappaport 1971, 1979). Es wurde in Zusammenhang eines gesamten Ökosystems analysiert, zu dessen Erhaltung und zu dessen Fliessgleichgewicht es diene. Diese Sichtweise, obwohl heftig kritisiert, ist von Bedeutung, weil mit der ökologischen Krise man in der industrialisierte Welt Ausschau nach neuen Konzepten hält. Diese werden teilweise in den uns fremden Bildern aussereuropäischer Völker von der "heiligen Natur" gesehen, welche uns als Lehre dienen und zu nachhaltiger Ressourcennutzung führen könnte. Zudem erscheinen die Umwelt-Bilder und Weltsichten dieser Gesellschaften (heute oftmals indigene Völker genannt) auf der praktischen Ebene als gelebter Naturschutz, den es insbesondere für die Konservierung von Biodiversität zu erhalten gilt. Heilige Orte sollen nun auch für den Schutz von beispielsweise Nationalparks oder Biosphärenreservaten dienen. In diesem Zusammenhang ist ein genauer Blick von Nöten, denn Fehlanalysen sind in diesem Bereich fatal und eine unkritische Instrumentalisierung magischer Weltsichten kontraproduktiv. Wo jedoch religiöse Weltsichten der Natur eine im Sinne der Nachhaltigkeit positive Rolle spielen können, ist der Bereich der Institutionen für das Ressourcenmanagement. Dieser Begriff wird hier im Sinne des Neuen Institutionalismus verwendet: Institutionen sind demnach Regeln, Werte und Normen, die das Handeln der Individuen beeinflussen und eine gewisse Sicherheit bezüglich dem erwarteten Verhalten der anderen Individuen einer Gemeinschaft bieten und dabei die sogenannten Transaktionskosten (Informationsbeschaffung bezüglich dem Verhalten anderer Akteure, Überwachung und Sanktionierung) reduzieren (North 1990. Ostrom 1990, Ensminger 1992). Dieser aus der Ökonomie beeinflusste Ansatz weist meines Erachtens interessante Elemente bezüglich der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen auf, was sich bei der Nutzung von Kollektivressourcen (Com
SkriptZur Veranstaltung gibt es kein Script, aber es wird rechtzeitig ein Ordner mit der relevanten Literatur bereitgestellt. Am Thema Interessierte Studierende können sich bereits in folgenden zwei Büchern ins Thema einlesen:
- Berkes, Fikret. 1999. Sacred Ecology: Traditional Ecological Knowledge and Resource Managment. Philadelphia: Taylor and Francis.
- Haller, Tobias. 2001. Leere Speicher, erodierte Felder und das Bier der Frauen: Umweltanpassung und Krise bei den Ouldeme und Platha in den Mandarabergen Nord-Kameruns. Studien zur Sozialanthropologie. Berlin: Dietrich Reimer Verlag.
LiteraturBecker, Dustin, C. and Elinor Ostrom,.1995. Human Ecology and Resource Sustainability: The Importance of Institutional Diversity. Annu. Rev. Ecol. Syst.1995. No. 26:113-33.
Berkes, Fikret. 1999. Sacred Ecology: Traditional Ecological Knowledge and Resource Managment. Philadelphia: Taylor and Francis.
Dangwal, Parmesh. 1998. Van Gujjars at Apex of National Park Management. Indigenous Affairs No.4:24-31.
Diener, Paul and Robkin, Eugene E. 1978. Ecology, Evolution, and the Search for Cultural Origins: The Question of Islamic Pig Prohibition. In: Current Anthropology 19, No.3():493-540.
Diener, Paul, Nonini, Donald and Robkin, Eugene E. 1977/78. The Dialectics of the Sacred Cow: Ecological Adaptation versus Political Appropriation in the Origins of Indias Cattle Complex. In: Dialectical Anthropology (Amsterdam) 3: 221-241.
Evans-Pritchard, Edward E. 1978. Hexerei, Magie und Orakel bei den Zande. Frankfurt am Main:Suhrkamp.
Evans-Pritchard, Edward und Mayer Fortes. 1983. Afrikanische politische Systeme, in: Kramer, F. und Siegrist, Ch. eds. Gesellschaften ohne Staat. Frankfurt a. Main:Syndikat: 150-174.
Fairhead, James und Leach, Melissa. 1996. Misreading the African Landscape. Society and ecology in a forest-savanna mosaic. Cambridge: Cambridge University Press.
Freed, Stanley A. and Freed, Ruth, S. 1981.Sacred Cows and Water Buffalo in India: The Uses of Ethnography. In. Current Anthropology 22, No.5: 483-502.
Haller, Tobias. 1995.Raub der „Seelenschatten in Nord-Kamerun. Krankheit bei den Ouldeme und Platha in den Mandarabergen“. In: Keller, Frank-Beat (Hg.). Krank warum? Vorstellung der Völker, Heiler und Mediziner, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Ostfildern: Cantz Verlag. pp.302-306.
Haller, Tobias. 2000. Bodendegradierung und Ernährungskrise bei den Ouldeme und Platha. Umwelt- und Ernährungsprobleme bei zwei Feldbauerngruppen in den Mandarabergen Nord-Kameruns: Eine Folge der Adaptation an Monetarisierung und Wandel traditioneller institutioneller Rahmenbedingungen. In: Zeitschrift für Ethnologie 124 (1999): 335–354.
Haller, Tobias. 2001. Leere Speicher, erodierte Felder und das Bier der Frauen: Umweltanpassung und Krise bei den Ouldeme und Platha in den Mandarabergen Nord-Kameruns. Studien zur Sozialanthropologie. Berlin: Dietrich Reimer Verlag.
Haller, Tobias. 2002a. „Spiel gegen Risiken in der ‘Natur’“, In: Giordano et al (Hrsg.). Ordnung, Risiko und Gefährdung. Reader des Blockseminars der Schweizerischen
Voraussetzungen / BesonderesDie Veranstaltung beginnt in einem ersten Teil mit einer Reihe von Vorlesungen und wird in einem zweiten Teil mit Lesen und Diskutieren von Texten (Kurzvorträge von den Studierenden) fortgesetzt (nähere Erläuterungen und Programm am Anfang der Veranstaltung).
701-0786-00LMediationsverfahren in der Umweltplanung: Grundlagen und AnwendungenW2 KP2GK. Siegwart
KurzbeschreibungDie Lehrveranstaltung zeigt auf, wie mit Hilfe von Mediationsverfahren umweltplanerische Entscheidungen optimiert und Konflikte besser geregelt werden können. Dabei geht es insbesondere um den Bau von Windkraftanlagen zur Stromerzeugung, die Frackingtechnologie, die städtebauliche Planung und Umnutzung eines Industrieareals oder die Ausarbeitung eines Vogelschutz- oder eines Waldnutzungskonzepts.
Lernziel- Ein Verständnis für den gesetzlich vorgegebenen und gesellschaftlichen Umgang mit Umweltkonflikten entwickeln
- die wichtigsten partizipativen Verfahren und ihre Reichweite kennen
- Konzepte für die Durchführung und Evaluation von Mediationsverfahren erstellen
- Möglichkeiten und Grenzen einer kooperativen Umweltplanung abschätzen
- Schulung von kommunikativen Fähigkeiten (Präsentation, Moderation, Gesprächsführung, Verhandeln), namentlich im Rahmen einer Mediationssimulation
InhaltVorstellung der wichtigsten Verfahrensgrundsätze der Mediation. Einordnung vor dem Hintergrund des gesetzlichen Rahmens und der traditionellen Beteiligungs- und Konfliktkultur. Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen der Mediationsverfahren anhand von aktuellen schweizerischen und internationalen Fallbeispielen, namentlich im Bereich der Windenergie. Im Rahmen von Einzel- und Gruppenübungen sowie einer halb-tägigen Mediationssimulation können die Studierenden u. a. Konfliktanalysen durchführen, Verfahrenskonzepte entwickeln sowie ihre eigenen kommunikativen Fähigkeiten und Verhandlungskompetenzen schulen.
SkriptEin Script/Reader zur Lehrveranstaltung wird verteilt.
Modul Individualwissenschaften
Obligatorische Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0729-00LMethoden der empirischen Sozialforschung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 65
Zielgruppe: Studierende BSc Umweltnaturwissenschaften; bei freien Plätzen auch Belegung für andere Studienrichtungen möglich.

Studierende, die die Lerneinheit 860-0029-00L Methoden der empirischen Sozialforschung im FS besuchen und darin geprüft werden, dürfen die Lerneinheit 701-0729-00L Methoden der empirischen Sozialforschung nicht besuchen und anrechnen lassen.
W3 KP2GM. Stauffacher, A. Bearth, O. Ejderyan
KurzbeschreibungZiel dieser Veranstaltung ist es, methodische Grundprinzipien sozialwissenschaftlicher Forschung zu vermitteln und somit zu einer kritischen Reflexion von wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion anzuregen. Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die konkrete Vorgehensweise, die Methoden und Konzepte leitfadengestützter Interviewtechniken sowie der Fragebogenforschung.
LernzielDie Studierenden können
- die Bedeutung von methodengestütztem Vorgehen in der Sozialwissenschaft beschreiben.
- Grundprinzipien sozialwissenschaftlichen Forschens erklären.
- Resultate sozialwissenschaftlicher Forschung kritisch lesen.
- kleinere Interviews und Fragebogenerhebungen selbst durchführen.
InhaltAlle Teilnehmenden verpflichten sich zur aktiven Mitarbeit in Form von drei Übungen (leitfadengestütztes Interview, Erstellung von Fragebogen, Auswertung von Daten).
Inhaltsübersicht:
(1) Wozu empirische (Sozial-)Forschung?
(2) Der Forschungsablauf im Überblick, verknüpfen von qualitativen und quantitativen Methoden
(3) Leitfadengestützte Interviews: erstellen Leitfaden, Durchführung und Auswertung
(4) Fragebogen: Hypothesen erarbeiten, Fragebogen erstellen, Durchführung, Daten auswerten, und Resultate darstellen
SkriptDie Dozenten arbeiten mit Folien, die als Handout abgegeben werden.
LiteraturZur ergänzenden Begleitlektüre kann folgendes Buch empfohlen werden:
Schutt, R.K. (2006). Investigating the Social World: The Process and Practice of Research, 5th ed. Pine Forge Press: Thousand Oaks, CA
860-0029-00LMethoden der empirischen Sozialforschung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 65

Zielgruppe: Studierende BSc Umweltnaturwissenschaften; bei freien Plätzen auch Belegung für andere Studienrichtungen möglich.

Studierende, die die Lerneinheit 860-0029-00L Methoden der empirischen Sozialforschung im FS besuchen und darin geprüft werden, dürfen die Lerneinheit 701-0729-00L Methoden der empirischen Sozialforschung nicht besuchen und anrechnen lassen.
W3 KP2GL. Rudolph
KurzbeschreibungDie Veranstaltung gibt einen Überblick zu den verschiedenen methodischen Ansätzen in der empirischen Sozialforschung und vermittelt die einzelnen Schritte einer empirischen Untersuchung anhand der praktischen Durchführung eines eigenen Forschungsprojekts.
LernzielIm Kurs erlernen die Studierenden
(1) Grundlagen und Anwendungsbedingungen unterschiedlicher Forschungsmethoden der empirischen Sozialforschung,
(2) die einzelnen Schritte einer empirischen Untersuchung,
(3) der Anwendung empirischer Methoden anhand eines Forschungsprojekts.
InhaltKenntnisse der Methodik empirischer Sozialforschung sind eine grundlegende Kompetenz, ob im Alltag, in interdisziplinären wissenschaftlichen Projekten oder in vielen sozialwissenschaftlichen Berufsfeldern. In diesem Kurs werden Grundlagen der empirischen Sozialforschung vermittelt. Dazu wird im ersten Teil der Veranstaltung in die theoriegeleitete Hypothesengenerierung und den Ablauf eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprozesses eingeführt. Der Kurs gibt dann einen Überblick über verschiedene empirisch-analytische Forschungsdesigns mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Anwendungsbedingungen. Vertieft wird die experimentelle und quasi-experimentelle Herangehensweise behandelt. Im zweiten Teil der Veranstaltung führen die Studierenden selbst ein Forschungsprojekt durch und lernen den Ablauf von Studiendesign und Forschungsplanung, Datenerhebung und Datenauswertung praktisch kennen.
LiteraturDiekmann, A. (2007). Empirische Sozialforschung (18. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Voraussetzungen / BesonderesErste Grundlagen in angewandter Statistik. Kursteilnehmer sollten in der Lage sein einfache deskriptive Statistiken, etwa Mittelwertvergleiche, vornehmen zu können oder die Bereitschaft haben, sich diese selbst durch zusätzliche Lektüre anzueignen.
Wählbare Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0782-00LPraxissicht und Forscherblick: Lernprozesse für eine gelungene Zusammenarbeit
Findet dieses Semester nicht statt.
W1 KP1G
KurzbeschreibungUmsetzungsprobleme zwischen Forschung und Praxis werden analysiert und begründet. Die Studierenden lernen mit Exkursion, Videos und Expertendiskussion Sichtweisen und Sprachen verschiedener Akteure sowie Methoden für eine gelungene Zusammenarbeit kennen. Diese Erkenntnisse werden in Fallstudien angewendet. Wichtige Vorbereitung für den Berufsalltag zwischen Forschung und Praxis.
LernzielDie Studierenden können
-aufgrund von Exkursion, Videos, Zitatanalyse und Expertenaustausch die unterschiedlichen Sichtweisen verschiedener Akteure erkennen und analysieren.
-klassische Theorien aus der Wissenschaftsforschung (Denkstile, implizites Wissen) zusammenfassen und damit die Umsetzungsprobleme erklären.
-anhand eines Fallbeispiels von gelungener Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis sowie Texte zum Thema Wissensmanagement hilfreiche Methoden für einen gelungenen Wissensaustausch kennenlernen.
-ein Konzept für ein eigenes Fallbeispiel entwickeln, in welchem sie den Wissensaustausch mit der Praxis durch Einbezug der verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen wirkungsvoll gestalten (Begleitgruppen, informelle Treffen vor Ort, Erfahrungsaustausch mit story telling usw.)
InhaltDie Lehrveranstaltung greift Umsetzungsprobleme zwischen Forschung und Praxis im Umweltbereich auf, liefert wissenschaftlich fundierte Erklärungen dafür und stellt erprobte Methoden der "Wissensarbeit" aus der Privatwirtschaft vor, welche den Wissensaustausch zwischen den Akteuren fördert.

Folgende Fragestellungen werden in der Lehrveranstaltung behandelt:
1. Weshalb sind Lernprozesse zwischen den Akteurgruppen wichtig und wie können diese ermöglicht werden?
Der Berufsalltag an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis ist anspruchsvoll: Einerseits muss das Wissen aus verschiedenen Disziplinen zusammengeführt werden. Andererseits muss das wissenschaftliche Wissen in praxisrelevante Handlungen übersetzt werden. Dies ist eine grosse Herausforderung. Praxisrelevantes Handlungswissen wird mit allen beteiligten Akteuren gemeinsam erarbeitet. Ein gegenseitiger Lernprozess ist dabei eine wichtige Voraussetzung.

2. Wie können unterschiedliche Sichtweisen der Akteure erkannt und integriert werden?
An der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis treffen Akteure mit unterschiedlichen Sichtweisen (Zielen, Interessen, Methoden), unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Fachsprachen aufeinander. Ein Fallbeispiel aus dem Bodenschutz (FRY 2001) dient als roter Faden, um die unterschiedlichen Sichtweisen zu analysieren und geeignete Methoden vorzustellen. Dabei wird der Einsatz von Video als Prozessgestaltungsmethode speziell diskutiert. Methoden, die unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigen, werden von den Studierenden in eigenen Fallbeispielen angewendet und diskutiert.

3. Welche theoretischen Grundlagen sind für die Wissensarbeit relevant und welche Methoden können für den Umweltschutz angewendet werden?
Die für die Umsetzung relevanten klassischen Theorien aus der Wissenschaftsforschung, insbesondere die Theorie des impliziten Wissens (POLANYI) und die Lehre des Denkstils (FLECK) werden vorgestellt. Auf diesen Theorien bauen verschiedene praxiserprobte Methoden der Wissensarbeit aus der Privatwirtschaft auf (DAVENPORT und PRUSAK 2000). Diese Methoden, aber auch die Rahmenbedingungen, unter denen
sie funktionieren, werden in der Lehrveranstaltung anhand von eigenen Fallstudien ausführlich diskutiert.
SkriptFolienhandouts und ausgewählte Literatur werden abgegeben. Das Buch "Bauernsicht und Forscherblick" dient als Grundlage (vgl. Fry 2001).
Literatur- FRY, P. (2018): Social learning videos: A Method for successful collaboration between science and practice. In: Padmanabhan, Martina (editor). Transdisciplinarity: How research is changing to meet the challenges of sustainability. Routledge Series: Studies in Environment, Culture and Society. Editors: Bernhard Glaeser & Heike Egner.
- FRY, P. (2017): Boden schützen - Handlungen fördern. In: Krebs, Rolf, et al. (Hg.). Bodenschutz in der Praxis. UTB, 2017.
- RAVN, Johan E. 2004. Cross-System Knowledge Chains: The Team Dynamics of Knowledge Development. Systemic Practice and Action Research 17 (3):161-175.
- ROUX, Dirk J., Kevin H. Rogers, Harry C. Biggs, Peter J. Ashton, and Anne Sergeant. 2006. Bridging the Science-Management Divide: Moving from Unidirectional Knowledge Transfer to Knowledge Interfacing and Sharing. Ecology and Society 11 (1):4. [online] URL: Link.
- DAVENPORT, T.H., L. PRUSAK 2000: Working Knowledge. How Organisations Manage What They Know. Harvard Business School Press. Boston Massachusetts. 199 S.
- FRY, P. 2001: Bodenfruchtbarkeit - Bauernsicht und Forscherblick. Reihe Kommunikation und Beratung. Hrsg. H. Boland, V. Hoffmann und U.J. Nagel. Margraf-Verlag, Weikersheim. 170 S.
- FLECK, L. 1980: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Erstmals im Jahr 1935 veröffentlicht. 3. Auflage 1994. Suhrkamp Taschenbuch. Frankfurt am Main. 190 S.
- POLANYI, M., 1985: Implizites Wissen. Suhrkamp. Frankfurt am Main. 94 S.
- Einsatz von Video und Begleitgruppen als Umsetzungshilfe:
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Voraussetzungen / BesonderesDas Fallbeispiel aus dem Bodenschutz in der Landwirtschaft dient als roter Faden für die gesamte Vorlesung. Wir werden Gelegenheit haben verschiedene Akteure aus der Praxis des Bodenschutzes kennen zu lernen. Dazu werden wir auch ins "Feld" gehen, das heisst an den Ort, wo "praktisches Wissen produziert" wird. Zudem liegt mit dem Projekt "Von Bauern für Bauern" ein erfolgreiches Beispiel vor, wie mit Hilfe von Film und Netzwerken "Umsetzung" gefördert werden kann. Die Übertragung sämtlicher Schritte auf andere Themen wird durch die Bearbeitung von eigenen Fällen ermöglicht.
In der Vorlesung werden vor allem Methoden eingesetzt, die eine aktive Teilnahme der Studierenden ermöglicht: Vorträge, Diskussionen, Arbeitsgruppen, Literaturstudium, Feldexkursion, Filmanalyse usw.

Voraussetzungen: Die Lehrveranstaltung eignet sich als Vorbereitung und/oder als Nachbereitung des Berufspraktikums und der Fallstudien. Fachliche Voraussetzungen werden keine gestellt. Interesse an praxisrelevanten Fragen werden vorausgesetzt.
701-0784-00LMarketing für Nachhaltigkeit: Konzepte, Technik, FallbeispieleW2 KP2GB. Sintzel Saurer
KurzbeschreibungAls Wissenschaftler/-innen wollen wir Produkte, Projekte oder Dienstleistungen generieren, die nachhaltig sind und in der Gesellschaft Mehrwerte schaffen. Immer öfter ist es aber so, dass ein nachhaltiges Produkt nicht reicht, um sich durchzusetzen. Um erfolgreich zu sein, braucht es Wissen über Marketing, eine geeignete Positionierung des Angebots und glaubhafte Öffentlichkeitsarbeit.
LernzielDie Teilnehmenden kennen die Grundsätze des Marketings und können Produkte, Projekte oder Dienstleistungen mit geeigneter Kommunikation auf die anvisierten Zielgruppen ausrichten.
Sie setzten sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und lernen mit herkömmlichen und modernen Kommunikationsmitteln (Viral Marketing, Social Media etc.) die Angebote in den Zielmärkten zu verankern. Die Vorlesung ermöglicht den Teilnehmenden den Einstieg in das Thema Marketing als gute Grundlage für den späteren Berufsalltag.
InhaltIn der Vorlesung bauen wir auf Marketing-Grundsätzen auf und transferieren sie ins Thema Marketing für Nachhaltigkeit, Social Marketing, Green-Marketing, welches zum Ziel hat, nachhaltige Produkte, Projekte oder Dienstleistungen gut zu positionieren, um damit die Wirkung zu erzeugen, welche wir geplant haben.
Am Beispiel von aktuellen Kampagnen und Firmen wird die Theorie vertieft, was zu spannenden und abwechslungsreichen Vorlesungen führt. Eine eigene kleine Fallstudie ermöglicht die Umsetzung der Theorie in ein eigenes Aktionsfeld, sei es eine Umsetzung in einer NGO, einer bestehenden Firma oder einer Businessidee, welche eine Auseinandersetzung mit dem zukünftigen Berufsfeld ermöglicht.

In einem ersten Teil der Vorlesungen beschäftigen wir uns mit der Frage, was unter Marketing für Nachhaltigkeit oder Social Marketing zu verstehen ist und wie es sich vom klassischen Marketing unterscheidet. Wir setzen uns mit unserem Produkt, dem Markt und unseren Dialoggruppen auseinander. Welchen Ansprüchen muss ein Produkt, ein Projekt oder eine Dienstleistung genügen, um als nachhaltig bezeichnet zu werden? Und wie müssen wir unsere Ideen kommunizieren, um im Dschungel von Marketing-Massnahmen wahrgenommen zu werden?
In einem zweiten Teil der Vorlesung bauen wir basierend auf der klassischen Theorie ein Marketing-Konzept auf mit einer Situationsanalyse, einem Strategieteil und der Anwendung des Marketing-Mix. Anhand unserer Fallstudien werden die entsprechenden Schritte direkt ausgeführt und die Theorie direkt angewendet.
SkriptSkript und Folien zum Download
LiteraturMarketingkonzept, Grundlagen mit zahlreichen Beispielen, Repetitionsfragen mit Lösungen und Glossar, Stefan Michel ISBN: 978-3-7155-9390-6
Business Campaigning - Strategien für turbulente Märkte, knappe Budgets und grosse Wirkungen; Peter Metzinger; ISBN-10 3-540-28381-1
Vom Kunden zum Menschen - Die neue Dimension des Marketings; Philip Kotler, Mermawan Kartajaya, Iwan Setiawan; ISBN- 978-3-593-39343-8
Social Marketing für eine bessere Welt - Praxishandbuch für Politik, Unternehmen und Institutionen; Philip Kotler, Nancy R. Lee; ISBN 978-3-86880-093-7
701-0788-00LMedienproduktion, Mediennutzung und Medienwirkung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 25
W1 KP1VT. Friemel
KurzbeschreibungEinleitend werden die Hintergründe der Medienproduktion aus ökonomischer und politischer Sicht thematisiert. Darauf aufbauend werden Methoden der Medieninhalts- und Mediennutzungsforschung diskutiert. Der Bereich der Medienwirkungsforschung thematisiert sodann aus psychologischer und soziologischer Sicht, welche Wirkungen die Massenmedien auf das Individuum und die Gesellschaft haben.
LernzielDie Studierenden kennen zentrale Modelle, Theorien und empirische Befunde der Publizistik- und Medienwissenschaft. Sie kennen die Arbeitsbedingungen der publizistischen Medien, sind fähig, aktuelle Medienangebote systematisch zu analysieren und können die Rolle der Medien für ihren Fachbereich reflektieren.
InhaltDie Vorlesung bietet Einblick in die Praxis der Medienproduktion und reflektiert die aktuellen Produktionsbedingungen (Technik, Organisation, Finanzierung, Ausbildung) sowie die Mediennutzung und die Wirkung auf die Bevölkerung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Am ersten Tag der Blockveranstaltung werden die wissenschaftlichen Grundlagen der sogenannten Kommunikator- und Medieninhaltsforschung vermittelt. Welchen Einfluss diese auf den journalistischen Alltag haben, wird bei der anschliessenden Führung durch die Redaktion und die Studios des Schweizer Fernsehens deutlich. Am zweiten Studientag stehen die Themen Mediennutzungsforschung und Medienwirkungsforschung im Zentrum, welche sich mit den psychologischen, soziologischen, wirtschaftlichen und politischen Wirkungen der Mediennutzung beschäftigen. Die Veranstaltung ist auf 25 Teilnehmende beschränkt und wird mit einem schriftlichen Leistungsnachweis abgeschlossen.
SkriptAlle Folien werden den Studierenden als Handout zur Verfügung gestellt. Weiterführende Literatur wird angegeben bzw. zur Verfügung gestellt.
LiteraturHeinz Bonfadelli, Otfried Jarren und Gabriele Siegert (2010): Publizistik- und Kommunikationswissenschaft - ein transdisziplinäres Fach. In: Heinz Bonfadelli, Otfried Jarren und Gabriele Siegert (Hrsg.): Einführung in die Publizistikwissenschaft (3. Aufl.). Bern: Haupt
Modul Geisteswissenschaften
Obligatorische Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0701-00LWissenschaftsphilosophieO3 KP2VC. J. Baumberger
KurzbeschreibungDie Vorlesung behandelt den Begriff wissenschaftlicher Rationalität in kritischer Auseinandersetzung mit verschiedenen wissenschaftsphilosophischen Positionen und am Beispiel der Umweltforschung. Sie geht auf empirische, mathematische und logische Methoden ein und diskutiert Probleme sowie ethische Fragen, die sich bei der praktischen Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft stellen.
LernzielStudierende können sich mit wissenschaftsphilosophischen Fragestellungen auseinandersetzen und diese auf die Umwelt- oder Naturwissenschaften beziehen. Sie kennen wichtige Positionen der Wissenschaftsphilosophie und zentrale Kritikpunkte daran. Sie können kritische Fragen, welche sich mit der Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft stellen, identifizieren, strukturieren und diskutieren.
Inhalt1. Wesentliche Unterschiede zwischen antikem und neuzeitlichem Wissenschaftsbegriff.
2. Klassische Positionen der Wissenschaftsphilosophie im 20 Jh.: logischer Empirismus und kritischer Rationalismus (Popper); die Analyse wissenschaftlicher Erklärungen und Begriffsbildungen.
3. Kritik am logischen Empirismus und kritischen Rationalismus sowie weitere Entwicklungen: Was unterscheidet Naturwissenschaften und Geistes-, Sozial- und Geschichtswissenschaften? Was bedeutet Erkenntnisfortschritt (Kuhn, Fleck, Feyerabend)? Ist wissenschaftliche Erkenntnis relativistisch zu verstehen? Welche Funktionen haben Experimente und Computersimulationen?
4. Probleme der Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft: das Verhältnis von Grundlagenforschung und angewandter Forschung; Inter- und Transdisziplinarität; Verantwortung in den Wissenschaften.
SkriptEin Reader wird zu Beginn der Lehrveranstaltung abgegeben
LiteraturEine Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung abgegeben.
Voraussetzungen / BesonderesDer Leistungsnachweis für Studierende an der ETH findet im Rahmen einer mündlichen Sessionsprüfung statt.
In zusätzlichen fakultativen Uebungen werden ausgewählte Texte des Readers vertieft diskutiert. Für die Uebungen wird ein Kreditpunkt angerechnet. Sie erfordern eine zusätzliche Einschreibung unter 701-0701-01 U.
Wählbare Fächer
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
701-0701-01LWissenschaftsphilosophie: ÜbungenW1 KP1UC. J. Baumberger
KurzbeschreibungIn den Übungen zur Wissenschaftsphilosophie werden Fähigkeiten kritischen Denkens entwickelt. Dies erfolgt anhand der Diskussion von Texten über wissenschaftliche Rationalität. Fragestellungen sind Sinn und Grenzen empirischer, mathematischer und logischer Methoden sowie Probleme und ethische Fragen, die sich bei der praktischen Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft stellen.
LernzielStudierende können sich mit wissenschaftsphilosophischen Fragestellungen auseinandersetzen und diese auf die Umwelt- oder die Naturwissenschaften beziehen. Sie lernen, philosophische Texte zu analysieren und zusammenzufassen. Sie entwickeln dabei ihre Fähigkeiten zu kritischem Denken in Bezug auf die Naturwissenschaften und deren Anwendungen.
InhaltDie Übungen sind eine fakultative Ergänzung zur Vorlesung. Sie dienen dazu, Fähigkeiten kritischen Denkens zu entwickeln, und zwar anhand der Diskussion von klassischen Texten über wissenschaftliche Rationalität. Die Texte stellen wichtige Positionen der Wissenschaftstheorie und deren Kritiker vor. Sie gehen auf Sinn und Grenzen empirischer, mathematischer und logischer Methoden ein, sowie auf Probleme und ethische Fragen, die sich bei der praktischen Verwendung von Wissenschaft in der Gesellschaft stellen.
SkriptEin Reader wird zu Beginn der Lehrveranstaltung abgegeben.
LiteraturEine Literaturliste wird zu Beginn der Lehrveranstaltung abgegeben.
Voraussetzungen / BesonderesDie Teilnahme an den Uebungen ist nur möglich, wenn auch die Vorlesung 701-0701-00 V "Wissenschaftsphilosophie" besucht wird. Der Leistungsnachweis für Kreditpunkte wird in Form einer Gliederung und einer Zusammenfassung eines Textes erbracht.
851-0101-01LEinführung in die praktische Philosophie
Besonders geeignet für Studierende D-MAVT, D- MATL
W3 KP2GL. Wingert
KurzbeschreibungDie praktische Philosophie hat es beschreibend und bewertend mit dem Praktischen, also mit dem Bereich des Handelns und der Praktiken, mit Normen für Handlungen und mit Werten von Personen und Gesellschaften zu tun. Ethik und politische Philosophie sind ein Teil von ihr. In diesem Einführungskurs werden eine Reihe von zentralen Autoren und Problemen der praktischen Philosophie erörtert werden.
LernzielAm Ende des Kurses hat man bei aktiver Teilnahme (1) kulturell bis heute einflussreiche Antworten auf einige zentrale Fragen (siehe unter "Inhalt") der praktischen Philosophie kennengelernt. Man kann (2) ihre Überzeugungskraft schon etwas abschätzen, und (3) man denkt präziser in normativen, darunter ethischen Fragen. Denn man macht im eigenen Urteilen einen disziplinierteren Gebrauch von Schlüsselbegriffen wie dem Guten, dem Richtigen, von Moralität, Recht, Freiheit usw.
InhaltDie Ethik ist die Lehre vom Guten, das vom bewussten, intentionalen Verhalten (=vom Handeln) erreicht werden kann. Sie ist ein wesentlicher Teil der praktischen Philosophie. Deshalb gehört zu den zentralen Fragen der praktischen Philosophie, die im Kurs behandelt werden, die Frage:

1. Was bedeutet "gut" und "schlecht" in der ethischen Sprache? Was meint man mit "gut", wenn man sagt: "Freiwilligen Arbeit beim <Roten Kreuz> ist gut"? Meint man zum Beispiel, das Tun sei nützlich oder es sei altruistisch oder fair?

Weitere Fragen werden sein:

2. Lassen sich moralische Urteile wie "Niedrigere Steuern für reiche Ausländer im Kanton <Zug> sind ungerecht" oder "Jede Person muss das Recht haben, jede Religionsgemeinschaft zu verlassen" begründen? Wenn ja, wie weit reicht die Begründung dafür?
Stimmt es, wenn man sagt: "Man kann zwar nachweisen, dass die Aussage wahr ist: (a) Die Stickstoffdioxid-Belastung in Zürich hat den zulässigen Grenzwert überschritten (80 mg/m3). Man kann aber nicht nachweisen, dass die Aussage wahr ist: (b) Heutzutage hat die Ungleichverteilung von Reichtum auf der Erde die zulässigen Grenzen überschritten. (a) stellt objektive Tatsachen fest, (b) drückt eine bloß subjektive, wenn auch vielleicht verbreitete Wertung aus."

3. Was charakterisiert gerechte Gesetze, und wie ist das Verhältnis zwischen Recht und Moral zu verstehen?

4. Recht und Moral setzen voraus, dass Personen frei sind. Ist diese vorausgesetzte Freiheit eine Illusion?

Solche Fragen sollen zum Teil im Rückgriff auf klassische Texte aus der westlichen Philosophiegeschichte behandelt werden (u.a. Platon, Aristoteles, Thomas Hobbes, David Hume, Immanuel Kant). Zeitgenössische Philosophen wie Jürgen Habermas, Thomas Nagel, Ernst Tugendhat oder Bernard Williams werden ebenfalls einbezogen werden.
LiteraturZur Vorbereitung:

-Dieter Birnbacher, Analytische Einführung in die Ethik, 2. Aufl. Berlin: de Gruyter Verlag 2006.
- Simon Blackburn, Denken, Darmstadt: Primus Verlag 2001, Kapitel 3 und 8.
- Philippa Foot, <Tugenden und Laster> sowie <Moral, Handlung und Ergebnisse> beide in: dies., Die Wirklichkeit des Guten. Moralphilosophische Aufsätze, Frankfurt/M.: Fischer Taschenbuch 1997.
- H.L.A. Hart, <Der Positivismus und die Trennung von Recht und Moral> (1958), in: ders., Recht und Moral, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1971, S. 5-57.
- Detlef Horster, Rechtsphilosophie zur Einführung, Hamburg: Junius Verlag 2002
- Robert Kane, <Introduction: The Contours of the Contemporary Free Will Debates>, in: ders., (Hg.), The Oxford Handbook of Free Will, Oxford 2002.
– Thomas Nagel, Die Grenzen der Objektivität. Philosophische Vorlesungen, Stuttgart: Reclam 1991.
- Ulrich Pothast, <Einleitung> in: ders., (Hg.), Seminar: Freies Handeln und Determinismus, Frankfurt/M.: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1978, S. 7-31.
- Bernard Williams, Der Begriff der Moral. Eine Einführung in die Ethik, Reclam: Stuttgart 1976.
- Peter Winch, Die Idee der Sozialwissenschaft und ihr Verhältnis zur Philosophie, Frankfurt/M.: suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1974 (Kap. II: <Das Wesen sinnvollen Verhaltens>).
Voraussetzungen / BesonderesDer Kurs wird eine Mischung aus Vorlesung und Seminar sein. Leistungspunkte können durch Essays zu vorgegebenen und zu frei gewählten Themen erworben werden.
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