Suchergebnis: Katalogdaten im Herbstsemester 2022

Wissenschaft im Kontext (Science in Perspective) Information
In Kursen aus dem Programm “Wissenschaft im Kontext” lernen Studierende, die MINT Fächer der ETH aus der Perspektive der Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften zu reflektieren.

Nur die in diesem Abschnitt aufgelisteten Fächer können als "Wissenschaft im Kontext" angerechnet werden.
Typ A: Förderung allgemeiner Reflexionskompetenz
WiK-Kurse werden für Bachelorstudierende nach dem ersten Studienjahr sowie für alle Masterstudierende und Doktorierende empfohlen. Alle WiK-Kurse sind in Typ A gelistet.

Bei den unter Typ B aufgeführten Kursen handelt es sich lediglich um Belegungsempfehlungen für bestimmte Departemente.
Geschichte
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
853-0725-00LGeschichte I: Europa (Grossbritannien, Mutterland der Moderne, 1789-1914) Information W3 KP2VH. Fischer-Tiné
KurzbeschreibungFundamentale Prozesse wie die Industrialisierung, die Urbanisierung, die Demokratisierung, die Säkularisierung und die Individualisierung haben Europa seit dem 19. Jahrhundert umgepflügt. Die Vorlesung fragt, ob ein einheitlicher Modernisierungsvorgang vorliegt, oder ob lokale Sonderwege dominieren. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Schweiz.
LernzielAm Ende dieser Vorlesung können Studierende: (a) die wichtigsten Veränderungen des "langen 19. Jahrhunderts" in Europa benennen; (b) deren langfristige Wirkung erläutern; and (c) diese Veränderungen in Bezug setzen zu aktuellen globalen Entwicklungen.
InhaltThematische Schwerpunkte bilden u.a. die Industrialisierung in England, die Urbanisierung in der Schweiz, die Demokratisierung in Deutschland und die Indivdualisierung in Frankreich.
SkriptPower Point Folien und Literaturlistenn werden im Verlauf der Veranstaltung digital zur Verfügung gestellt.
LiteraturObligatorische und weiterführende Literatur wird auf dem Sitzungsplan aufgelistet, der zur Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt wird.
Voraussetzungen / BesonderesEs werden in dieser Vorlesung keine spezifischen Vorkenntnisse vorausgesetzt.
851-0105-00LHintergrundwissen arabische WeltW2 KP2VU. Gösken
KurzbeschreibungBeleuchtung wichtiger Aspekt arabischer Kultur und Geschichte wie Geschichtsbilder und Geschichtsverständnis, Rolle von Literatur, Wissenschaften und Religion, Westbilder, Bedeutung von Bildung, Verständnis von Kultur sowie aktuelle soziokulturell relevante Konzepte und Diskurse
LernzielVermittlung von Wissensinhalten über die arabische Welt, die für das
Selbstverständnis von Araberinnen und Arabern von heute konstitutiv und für das
intellektuell und kulturell kompetente Verhalten in dieser relevant sind. Welches
Allgemeinwissen über "ihre" Kultur wird AraberInnen vermittelt? Mit welchen Zielen? Und
welche Beziehung bauen sie zu diesem Wissen auf?
Wissenschaftlich kritisch diskutiert werden Geschichtsbilder und Geschichtsverständnis, Rolle von Literatur, Wissenschaften
und Religion, Westbilder und Verhältnis zum Westen; Bedeutung von Bildung an sich, Verständnis von Kultur und
Kultiviertheit; aktuelle politisch und soziokulturell relevante Konzepte und Diskurse
052-0801-00LGlobal History of Urban Design I Information W2 KP2GT. Avermaete
KurzbeschreibungThis course focuses on the history of the design of cities, as well as on the ideas, processes and actors that engender and lead their development and transformation. The history of urban design will be approached as a cross-cultural field of knowledge that integrates scientific, economic and technical innovation as well as social and cultural advances.
LernzielThe lectures deal mainly with the definition of urban design as an independent discipline, which maintains connections with other disciplines (politics, sociology, geography) that are concerned with the transformation of the city. The aim is to make students conversant with the multiple theories, concepts and approaches of urban design as they were articulated throughout time in a variety of cultural contexts, thus offering a theoretical framework for students' future design work.
InhaltIn the first semester the genesis of the objects of study, the city, urban culture and urban design, are introduced and situated within their intellectual, cultural and political contexts:

01. The History and Theory of the City as Project
02. Of Rituals, Water and Mud: The Urban Revolution in Mesopotamia and the Indus
03: The Idea of the Polis: Rome, Greece and Beyond
04: The Long Middle Ages and their Counterparts: From the Towns of Tuscany to Delhi
05: Between Ideal and Laboratory: Of Middle Eastern Grids and European Renaissance Principles
06: Of Absolutism and Enlightenment: Baroque, Defense and Colonization
07: The City of Labor: Company Towns as Cross-Cultural Phenomenon
09: Garden Cities of Tomorrow: From the Global North to the Global South and Back Again
010: Civilized Wilderness and City Beautiful: The Park Movement of Olmsted and The Urban Plans of Burnham
011: The Extension of the European City: From the Viennese Ringstrasse to Amsterdam Zuid
SkriptPrior to each lecture a chapter of the reader (Skript) will be made available through the webpage of the Chair. These chapters will provide an introduction to the lecture, the basic visual references of each lecture, key dates and events, as well as references to the compulsory and additional reading.
LiteraturThere are three books that will function as main reference literature throughout the course:

-Ching, Francis D. K, Mark Jarzombek, and Vikramditya Prakash. A Global History of Architecture. Hoboken: Wiley, 2017.
-Ingersoll, Richard. World Architecture: A Cross-Cultural History. New York: Oxford University Press, 2018.
-James-Chakraborty, Kathleen. Architecture Since 1400. Minneapolis: University of Minnesota Press, 2014.

These books will be reserved for consultation in the ETH Baubibliothek, and will not be available for individual loans.

A list of further recommended literature will be found within each chapter of the reader (Skript).
Voraussetzungen / BesonderesStudents are required to familiarize themselves with the conventions of architectural drawing (reading and analyzing plans at various scales).
851-0157-28LLeben und Tod
Besonders geeignet für Studierende D-BIOL, D-HEST, D-CHAB, D-USYS
W3 KP2VM. Hagner
KurzbeschreibungIn dieser Vorlesung werde ich das Verhältnis zwischen der Erforschung des Lebens und dem Verständnis des Todes (vorausgesetzt, es gibt keine Erforschung des Todes) in historischer Perspektive untersuchen. Der Überblick reicht von der Antike bis zur Gegenwart, wobei der Schwerpunkt auf den modernen Lebenswissenschaften seit dem 19. Jahrhundert liegt.
LernzielWer lebt, hat nur eine einzige Gewissheit: den Tod. Diese Tatsache hat nicht nur Religion, Kunst und Philosophie auf den Plan gerufen, sondern auch die Wissenschaften, insbesondere Biologie und Medizin. Fragen von Gesundheit und Krankheit, Entwicklung, Untergang und Unsterblichkeit haben dabei eine zentrale Rolle gespielt. In der Vorlesung werde ich das Verhältnis zwischen der Erforschung des Lebens und dem Verständnis des Todes (vorausgesetzt, es gibt keine Erforschung des Todes) in historischer Perspektive untersuchen. Der Überblick reicht von der Antike bis zur Gegenwart, wobei der Schwerpunkt auf den modernen Lebenswissenschaften seit dem 19. Jahrhundert liegt.
851-0426-00LPaul Feyerabends anarchistische ErkenntnistheorieW3 KP2SM. Hagner, M. Hampe
Kurzbeschreibung„Anarchistische Erkenntnistheorie“ nannte der Philosoph Paul Feyerabend sein 1976 publiziertes Buch "Wider den Methodenzwang", mit dem er gegen die analytische Wissenschaftstheorie und den Kritischen Rationalismus zu Felde zog. Sein Plädoyer für eine Vielfalt der Erkenntnisformen war stets umstritten, ist aber auch heute relevant, um die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaften einzuordnen.
LernzielDas Ziel dieses Lektüreseminars besteht darin, anhand ausgewählter Texte die erkenntnistheoretische Position Paul Feyerabends genauer kennenzulernen und ihre Relevanz für die heutige Zeit herauszuarbeiten.
InhaltAusgehend von Paul Feyerabends Buch Wider den Methodenzwang (Link) (Anschaffung und Lektüre dieses Buches sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Seminar) sowie weiterer ausgewählter Kapitel aus Feyerabends anderen Büchern soll es darum gehen, die Zusammenhänge zwischen Erkenntnistheorie, Wissenschaft, Freiheit und Aufklärung für unsere Gegenwart genauer zu beleuchten.
851-0011-00LThe Body in Global History Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SE. Valdameri
KurzbeschreibungWhile being the universal constant which is common to every human being in history, the body is also culturally and historically specific. In this seminar we will examine how ideas of the body have changed throughout history and how these ideas of the body can be useful to understand political, social, and cultural phenomena in particular historical settings.
LernzielStudents learn the history of the body from mid-eighteen century onwards through examples taken from the multidisciplinary scholarship on the body with a special, albeit not exclusive, focus on colonial and postcolonial contexts. More specifically, students are sensitized to the historical and cultural variabilities of the human body that challenge scientific understandings of it as an unchanging biological entity. Adopting a humanities perspective on topics like anatomy and surgery, the treatment of the insane, sexuality, physical culture, eugenics, and body productivity, the course looks at shifting attitudes to body health and fitness and the ways these have been shaped by considerations of gender, race, and class as well as by socioeconomic circumstances of modernity. It considers how bodies have historically concerned governments who have classified different (sections of) populations as 'fit' or 'unfit' to be members of a certain community.
The ‘long durée’ approach of the course allows to consider the continuities and changes in terms of scientific epistemologies and practices regarding the body. In doing so, debated contemporary issues such as assisted reproductive technologies and wearable systems of surveillance of the worker fatigue in the workplace are discussed.
The course is structured thematically, adopts a multidisciplinary approach, and uses academic texts as well as concrete examples. It intends to a) enable STEM students to develop new perspectives on their core subjects by bringing them in dialogue with the themes dealt with and by raising ethical questions; b) familiarise students in general with major topics in the field of the recent scholarship on the body and make them mindful of the multiple ways in which understanding the body and its relationship with culture and power can help think critically of the present we live in.
851-0040-00LCan it Be Permissible to Kill a Few in Order to Save Many? Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SN. Mazouz
KurzbeschreibungFirst, the relevant literature on moral justifications in trolley cases will be discussed (Foot, Thomson, Kamm, Otsuka, Kagan). Second, neuropsychological research on trolley cases (Greene, Haidt, Berker, Kamm) and third, applications of such moral reasoning in cases potentially arising in autonomous robots (Rahwan, Nyholm and Smids, Wolkenstein) will be considered.
LernzielStudents will gain an overview of the current ethical debates surrounding the legitimacy of homicide-rescue-cases in specific types of situations. They will be enabled to interpret complex texts, identify the argumentation, to reflect it critically and to put it up for discussion.
InhaltKilling innocents is generally thought to be morally impermissible – or so it seems from an intuitive point of view. However, there are situations where people can only be saved if less others are killed, for example in some traffic cases, in some cases in natural disasters, medical emergencies, terrorist attacks or humanitarian interventions. In some of these situations our intuitions stay clear and disaproving: it is not permissible to kill, even in order to save many lives, for example, to take the vital organs of one patient in order to save many more other patients. In other scenarios, the intuitions are less clear or even revert for most of us, like in the famous trolley-bystander case, in which a bystander can divert an out-of-control trolley heading towards five to a track where one person is trapped. How are these moral intuitions to be justified, if they are? In this seminar the relevant literature on moral justifications in such trolley cases will be reviewed as well as on methodological problems pertaining to the role of intuitions in moral justifications. Neuropsychological research on such cases as well as critique of the methods and normative presuppositions used in that research will be debated. Finally, attempts to apply such moral reasoning on allegedly analogous cases arising in autonomous robots will be discussed.
851-0184-00LPluralist Philosophy of Mathematics Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2VR. Wagner
KurzbeschreibungThis course will follow Michèle Friend's book "pluralism in mathematics". It will survey various mainstream philosophies of mathematics, and suggest a pluralist integration.
LernzielThe goal is to introduce students to mainstream philosophies of mathematics, allow them to critically examine common views about mathematics, develop their analytic skills by handling philosophical questions, and enable a pluralist approach to philosophical questions.
InhaltThe course will examine realist, constructivist, structuralist and formalist philosophies of mathematics, and follow Friend in suggesting a pluralist approach that combines the various positions based on our agnosticism as to the best philosophy and a paraconsistent approach to philosophical logic. In this course we will learn the various positions, critically evaluate Friend's arguments, and consider the general merits and limitations of pluralist and paraconsistent philosophical approaches.
KompetenzenKompetenzen
Fachspezifische KompetenzenKonzepte und Theoriengeprüft
Methodenspezifische KompetenzenAnalytische Kompetenzengeprüft
Persönliche KompetenzenKritisches Denkengeprüft
851-0101-77LScience and the State Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Number of participants limited to 30.
W3 KP2SR. Wagner
KurzbeschreibungThis course will reflect on historical and contemporary relations between science and the state. Through various case studies, we will inquire how these two institutions shaped each other. The case studies will cover various scientific disciplines.
LernzielTo understand how science helped form the state apparatus, and how politics helped shape science; evaluate the image of science as free thinking vs. servant of the state; analyze the role of science in generating political authority and political reasoning; analyze how political ideals are expressed in science.
KompetenzenKompetenzen
Fachspezifische KompetenzenKonzepte und Theoriengeprüft
Methodenspezifische KompetenzenAnalytische Kompetenzengeprüft
Soziale KompetenzenKommunikationgeprüft
Persönliche KompetenzenKritisches Denkengefördert
851-0101-90LÄsthetik. Zur Geschichte und Theorie des SchönenW3 KP2SA. Kilcher
KurzbeschreibungWas "schön" bedeutet, scheint kaum definierbar zu sein. Andererseits gibt es auch intersubjektive und objektive Kriterien des Schönen. Aus dieser Spannung führte vorübergehend die Begründung der Ästhetik als einer "Wissenschaft" des Schönen, die auf sinnlicher Erfahrung basiert. Seit der Moderne aber ist die Frage des Schönen offener denn je. Wir wollen sie theoretisch und historisch stellen.
LernzielWas "schön" bedeutet, scheint kaum definierbar zu sein, vielmehr ist es bloss ein subjektives Empfinden. Dennoch scheint es andererseits auch intersubjektive, kollektive und kulturelle Vorstellungen, wenn nicht gar objektive Kriterien des Schönen zu geben. In dieser unauflöslichen Spannung von Subjektivität und Objektivität bewegte sich die Diskussion um das Schöne in der Kunst und in der Philosophie seit der Antike. Eine Wende in der Debatte bedeutete die Begründung der "Ästhetik" im 18. Jahrhundert, beanspruchte doch diese, nun eine "wissenschaftliche" Begründung des Schönen zu leisten, indem sie als sinnliche Empfindung (aisthesis) gegenüber der Logik aufgewertet wurde. Während die Kunst zuvor als erlernbare Technik galt, erscheint sie nun als sinnliche und damit subjektive Vergegenwärtigung. Die Abkehr just von diesem Optimismus zeichnet sodann die Wende zu einer Moderne aus, die sich über die nicht-mehr-schönen Künste definierte. Offener denn je scheint seither die Frage, was schön sei. Wir wollen sie in dem Seminar in theoretischer sowie in historischer Hinsicht stellen.
851-0435-00LWissen(schaft) im Neoliberalismus: Von Planungskritik zu Wettbewerb und Think-Tanks (1930–2000) Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SM. Wulz
KurzbeschreibungDie Geschichte neoliberaler Theorie ist mit Auseinandersetzungen um den Status von Wissen in der Gesellschaft verbunden. Das Seminar vermittelt diese wissenschaftstheoretischen Debatten in ihren politischen und ökonomischen Kontexten und geht der Frage nach, inwieweit Positionen neoliberaler Denker:innen Wissenschaftspolitik und Forschungsfinanzierung im 20. Jahrhundert geprägt haben.
LernzielDas Seminar fördert das Verständnis zentraler Texte der frühen Wissenschaftstheorie (M. Polanyi, J.D. Bernal, etc.) im Kontext der ideologischen Kämpfe der 1930er und 1940er Jahre und der damaligen Auseinandersetzungen um Wissen und Wissenschaft. Darüber hinaus werden Einblicke in die politischen und ökonomischen Grundlagen von Wissenschaftspolitik und Forschungsförderung seit den 1970er Jahren vermittelt.
InhaltDer Neoliberalismus gilt als eine der einflussreichsten ökonomischen Strömungen seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Neoliberale Theorien haben aber nicht nur eine viel längere Geschichte, die in die ideologischen Kämpfe der 1930er Jahre zurückreicht. Sie sind seit damals auch aufs Engste mit Auseinandersetzungen um den Status von Wissen und Wissenschaften in der Gesellschaft verbunden. Wissenschaftstheoretiker, wie Michael Polanyi, waren Teil neoliberaler Diskussionszirkel; Ökonomen, wie Friedrich Hayek, machten sich Gedanken über dezentrierte Formen von Wissen als Teil marktwirtschaftlicher Prozesse. Sie kritisierten damit zeitgenössische Forderungen nach der Planung von Wirtschaft und Wissenschaft im Dienst gesellschaftlicher Bedürfnisse. Wettbewerb und Markt galten in der Folge als wichtigster Motor für wissenschaftliche wie wirtschaftliche Innovation.
Literatur– Martin Beddeleem: Fighting for the Mantle of Science. The Epistemological Foundations of Neoliberalism, 1931–1951, PhD Thesis: University of Montreal 2017.
– Daniel Stedman Jones: Masters of the Universe. Hayek, Friedman, and the Birth of Neoliberal Politics. Princeton 2012.
– Philip Mirowski, Dieter Plehwe (Hg.): The Road from Mont-Pèlerin. The Making of the Neoliberal Thought Collective. Harvard 2009.
– Mary Jo Nye: Michael Polanyi and His Generation. Origins of the Social Construction of Science. Chicago 2011.
– Dieter Plehwe, Quinn Slobodian, Philip Mirowski (Hg.): Nine Lives of Neoliberalism. London 2020.
– Elizabeth Popp Berman: Creating the Market University. How Academic Science Became an Economic Engine. Princeton 2012.
– Quinn Slobodian: Globalists. The End of Empire and the Birth of Neoliberalism. Harvard 2018.
851-0101-31LThe Rise of an Asian Giant: Introduction to the History of Modern India (c. 1600-2000)W3 KP2VH. Fischer-Tiné
KurzbeschreibungThe lecture offers a survey of the historical trajectories taken by the countries of the Indian subcontinent from the 17th century to the turn of the 21st century. The thematic foci include, but are not limited, to an examination of the question whether or or not there was a pre-European South Asian modernity.
LernzielThrough this course students are acquainted with the history of one of the most important world regions. The objective is not only to introduce participants to a richly diverse civilization, they are also encouraged to look at interrelations and make comparisons with the West. Through this approach their knowledge of European history is contextualised in a global framework while simultaneously their intercultural sensitivity is being trained.
851-0436-00LWissenschaft popularisieren. Das Sachbuch zwischen Akademie und ÖffentlichkeitW3 KP2SI. Barner
KurzbeschreibungWissenschaft bedarf der Popularisierung um in der Gesellschaft zu wirken. Umgekehrt wirkt das, was außerhalb der Universitäten gedacht, gelesen, kommuniziert wird, auf die Forschung zurück. Das Seminar widmet sich der Geschichte des populären Wissens. Im Fokus steht das Sachbuch – ein Genre, mit dem der Anspruch verbunden wird, Wissen allgemeinverständlich darzustellen.
LernzielDer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Lektüre und Diskussion von Original- und Sekundärtexten zur Geschichte des Verhältnisses von Wissen(schaft), Buchmarkt und Öffentlichkeit. Die Studierenden lernen, sich kritisch mit Quellen sowie mit Forschungsliteratur aus den Bereichen der Literatur-, Wissenschafts- und Buch- und Mediengeschichte auseinanderzusetzen. Der Lektüreumfang wird sich in Grenzen halten, wichtig sind vor allem das Gespräch, das gemeinsame Erarbeiten des Themas. Geplant sind Kooperationen mit Akteur*innen des Literaturbetriebs (Autor*innen, Agent*innen, Lektor*innen, Verleger*innen). Die Studierenden lernen, Interviews vorzubereiten und sachbuchartige Kurztexte zu verfassen.
InhaltWissen lässt sich von den Formen, in denen es zur Sprache kommt, nicht trennen. Ein wichtiges Genre der (populären) Wissensdarstellung sind Sachbücher. In diesem Seminar werden wir uns anschauen, wie Sachbücher eigentlich gemacht sind und wie sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten verlegt und gelesen werden. Anhand von ausgewählten Beispielen und Stationen der Sachbuchgeschichte (Yuval N. Harari über Rachel Carson, C.W. Ceram bis zu Charles Darwin/Ernst Haeckel) beleuchtet das Seminar das sich wandelnde Verhältnis von Wissen, Markt und Buchformat. Welche Themen/Fächer haben zu bestimmten Zeiten Konjunktur? Wie produzieren und erzählen Sachbücher Wissen? Wie stellen sie Autorität, wie stellen sie Evidenz her? Welche Vorstellungen von (wissenschaftlicher) Autorschaft, welche Vorstellungen von Lektüre verbinden sich mit Sachbüchern? Welche politischen, medialen und kulturellen Kontexte spielen dafür eine Rolle?
851-0177-00LImages of ComputingW3 KP2GJ. L. Gastaldi, O. Del Fabbro, S. Hunziker
KurzbeschreibungThis seminar will explore different areas of our social and scientific life where computational practices have a critical impact. The goal is to provide a pluralistic conception of computing based on what computing looks like when dealing with topics as diverse as climate, law, art, or war. The lectures are delivered by researchers from ETH and abroad, with different disciplinary backgrounds.
LernzielBy the end of the course, students will be able to describe and compare different conceptions and practices of computing from multiple disciplinary perspectives. They will be able to evaluate both the differences and the convergences between those conceptions, and critically assess their relation to current trends in science, technology, and society.
InhaltComputing has become omnipresent in all dimensions of scientific and social life. Not only have cultural phenomena increasingly become the object of computational analysis, but computational practices have also proved inseparable from the cultural environment in which they evolve. Therefore, it is urgent to critically address the entanglement of computing practices with the main cultural challenges our epoch is facing. The global and collective nature of such problems requires a comprehensive perspective on computing, where social and cultural aspects occupy a central position. For these reasons, thinking about machines asks today for an interdisciplinary approach, where art is as necessary as engineering, anthropological insights as important as psychological models, and the critical perspectives of history and philosophy as decisive as the axioms and theorems of theoretical computer science. In this new edition of the Turing Centre’s “Images…” lecture series, we will explore different areas of our current social and scientific life where computational practices have a critical impact in order to reflect on the multiple images of computing resulting from them. Instead of asking what computing is in general, the seminar intends to focus on what computing looks like when dealing, for instance, with a climate model, a text of law, a work of art, a mathematical proof, or a weapon of war. The goal is to achieve a pluralistic conception of computing where its scientific, technical, and cultural aspects remain indissociable. The lectures will be delivered by researchers from ETH and abroad with different disciplinary backgrounds. As part of the Turing Centre, this seminar intends to sow the seed of a suitable and long-term environment for exchanging ideas between multiple fields in the natural sciences and the humanities.
851-0527-00LEinführung in die Technikgeschichte: Themenfelder, Konzepte und aktuelle Debatten Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SD. Gugerli
KurzbeschreibungTechnik und Gesellschaft lassen sich nicht voneinander trennen: Keine Gesellschaft funktioniert ohne Technik. Das Seminar bietet eine problemorientierte Einführung in Grundfragen der Technikgeschichte, stellt technikhistorische Ansätze vor und diskutiert ausgewählte, aktuelle Themenfelder.
LernzielZiel der Veranstaltung ist eine kritische Einführung in die Fragestellungen, die Methoden und ausgewählte Forschungsbereiche der Technikgeschichte.
InhaltTechnikgeschichte untersucht Angebote technischer Entwicklungen, welche in bestimmten historischen Kontexten entstanden und von sozialen Gruppen oder ganzen Gesellschaften als Möglichkeit sozialen Wandels wahrgenommen, ausgehandelt und schliesslich genutzt oder vergessen worden sind. Die Problemstellungen der Technikgeschichte entwickeln sich aus dem gegenwärtigen Orientierungs- und Reflexionsbedarf, den technischer und gesellschaftlicher Wandel erzeugen, ihre Verfahren entsprechen den aktuellen geschichtswissenschaftlichen Methoden.
Voraussetzungen / BesonderesBeginn 2. Semesterwoche (27.9.2022)
851-0516-05LMobilität und Grenze: Die Migration zwischen Mexiko und den USA und ihre Kontrolle, 19. – 21. JH Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahlt: 30
W3 KP2SS. M. Scheuzger
KurzbeschreibungDie Veranstaltung befasst sich mit der Geschichte der Migration von Menschen zwischen Mexiko und den USA und der Geschichte der Kontrolle dieser Migration. Dabei stellt sie auch die Frage, welche Rolle technologischem Wandel und wissenschaftlichen Diskursen in den Entwicklungen zukam.
LernzielDie Studierenden
a) kennen wesentliche Ansätze der Migrationsforschung, können diese in ihrer Leistungsfähigkeit beurteilen und auf konkrete Ereignisse und Prozesse anwenden;
b) kennen zentrale Aspekte der Geschichte der Migration zwischen Mexiko und den USA;
c) sind in der Lage, Zusammenhänge zwischen wissenschaftlichem und technologischem Wandel einerseits und Entwicklungen der Migration und deren Kontrolle andererseits zu benennen.
InhaltAn der Landgrenze zwischen Mexiko und den USA, an der der „globale Norden“ und der „globale Süden“ in der wohl markantesten Form aufeinandertreffen, lässt sich exemplarisch betrachten, wie Grenzen Räume menschlichen Handelns schaffen, Gemeinschaften konstituieren und Identitäten stiften – nicht nur, indem sie trennen, sondern auch, indem sie verbinden. Die Veranstaltung befasst sich mit der Geschichte der Migration von Menschen zwischen Mexiko und den USA und der Geschichte der Kontrolle dieser Migration. Dabei stellt sie auch die Frage, welche Rolle technologischem Wandel und wissenschaftlichen Diskursen in den Entwicklungen zukam.
851-0534-00LYemeni Civil War: The Arab Spring, State Formation and Regional RivalryW3 KP2VE. Manea
KurzbeschreibungThis course suggests a framework of analysis for the divergent outcomes of the Arab Uprisings (2011) using Yemeni Civil War as an example. It argues that the interaction between different types of state formation and regional context can explain the disintegration of some countries such as Yemen and Libya and the preservation of states such as Egypt and Tunisia.
Lernziel1. To get an introduction into the politics of the Middle East and North Africa, the Arab Spring and its divergent outcomes
2. To look at the different forms of state formations within the MENA region
3. To investigate how the interaction between types of state formation and regional context shaped current situation in the post Arab Spring MENA region
4. To look closer at Yemeni Civil War
InhaltCountries that experienced popular uprisings in the 2011 Arab Spring had a range of outcomes. Some countries, like Tunisia and Egypt, had a long tradition of centralised state apparatus and a strong national identity. Their outcomes were, respectively, a fragile democratisation process and a reversion to military authoritarianism. Other countries, such as Yemen, Syria and Libya, are newer states that lack a solid national identity, and society is divided along tribal, religious sectarian, linguistic, and/or regional lines. There the outcome has been a meltdown of the political order, along with civil war and fragmentation. Why?
This course suggests a framework of analysis for the divergent outcomes using Yemeni Civil War as an example. It argues that the interaction between different types of state formation and regional context can explain, respectively, the disintegration of countries such as Yemen, Syria and Libya; as well as the preservation of the Bahraini system, despite its ethnic nature. Egypt and Tunisia provide further variants in their well-developed statehood and sense of national identity. Yemen will be used as a case study for examining this complexity among the countries that experienced the Arab spring.
851-0345-00LUn cycle de séminaires sur l’AfriqueW3 KP2VA. Mabanckou
KurzbeschreibungÀ travers ce cycle de séminaires, nous effectuerons une libre traversée des lettres d’Afrique noire francophone, de leurs origines à leurs principales thématiques en passant par la perception de l’Occident de cette création.
LernzielCela conduira, en fin de cycle, à d’autres perspectives, celle des questions qui se posent de nos jours sur la présence des Noirs en France et, au-delà, en Europe.
InhaltÀ travers ce cycle de séminaires, nous effectueront une libre traversée des lettres d’Afrique noire francophone, de leurs origines à leurs principales thématiques en passant par la perception de l’Occident de cette création. Cela conduira, en fin de cycle, à d’autres perspectives, celle des questions qui se posent de nos jours sur la présence des Noirs en France et, au-delà, en Europe. (Plus d'informations sur https://francais.ethz.ch/)

Vendredi 11 novembre
9h30—12h30
Leçon 1 : Des origines de la littérature africaine d’expression française
La littérature coloniale française a accouché d’une littérature dite « nègre », celle-là qui allait revendiquer plus tard une parole interdite ou confisquée par l’Occident, permise parfois sous tutelle ou sous le couvert d’une certaine aliénation culturelle, jusqu’à la franche rupture née de la « négritude », ce courant qui, dans l’entre-deux-guerres, exaltait la fierté d’être noir et l’héritage des civilisations africaines

14h —16h30
Séminaire 1 :
Invité Sami Tchak, écrivain togolais, Grand Prix littéraire d’Afrique noire



Vendredi 18 novembre
9h30—12h30
Leçon 2 : Des thématiques de la littérature africaine contemporaine
Il s’agira ici de l’évocation des grandes thématiques du roman africain, notamment de la thématique de la période précoloniale, de celle de la peinture coloniale, de celle des illusions des indépendances africaines et surtout de celle de la naissance du « roman de l’immigration.

14h —16h30
Séminaire 2 :
Invité Mohamed Mbougar Sarr, écrivain sénégalais, Prix Goncourt

Vendredi 25 novembre
9h30—12h30
Leçon 3 : De la perception occidentale de la littérature africaine
La représentation et la vulgarisation des lettres africaines dans en occident subissent parfois une sorte de « ghettoïsation ». La littérature africaine est alors perçue comme un îlot lointain. Les éditeurs occidentaux, de même que les critiques littéraires rivalisent d’ingrédients qui illustreraient l’Afrique selon eux et qu’ils attendent des auteurs du continent africain. On retrouve les traces de cette tendance même sur les couvertures des livres.

14h —16h30
Séminaire 3 : Invitée Charlyne Effa, romancière gabonaise



Vendredi 16 décembre
9h30—12h30
Leçon 4 : de l’Afrique en France : Projection de « Noirs en France »
Le 18 janvier 2022 a été projeté en France — sur la chaîne France 2 — le documentaire « Noirs en France » que j’ai coécrit avec Aurélia Perreau. Le succès rencontré par cette œuvre illustre combien la « question noire » demeure encore un sujet tabou. L’occasion ici de projeter ce film et d’ouvrir la discussion avec les auteurs.

14h —16h30
Séminaire 4 :
Invitée Aurélia Perreau, coauteur du documentaire « Noirs en France »


NB.
Les noms des invités aux séminaires sont susceptibles de changer.
851-0199-00LHistory of Mathematics from Antiquity to 17th Century : Magnitudes, Numbers and Equations Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2VE. Sammarchi
KurzbeschreibungFar from being fixed and timeless notions, magnitudes, numbers and equations are three objects that were conceived by mathematicians in a -sometimes radically- different way, and that were influenced by their historical context. The course analyses the evolution of these objects from Greek Antiquity to the beginning of 17th century, via Arabic and Latin Middle Age, and the Italian Renaissance.
LernzielThe course aims are:
- to introduce students to the historical dimension of mathematics;
- to develop a critical understanding of mathematical notions;
- to have a general idea of the history of mathematics until 17th century;
- to acquire skills in order to read and comment mathematical texts written in the past ages and in different cultures.
InhaltAfter a methodological introduction to the history of mathematics, we analyse texts written by mathematicians such as Euclid, al-Khwarizmi, al-Khayyam, Fibonacci, Cardano, Stifel, Descartes. The aim is to understand what magnitudes, numbers and equations are for these scholars. Students are also led to consider:
- the cultural and sociological consequences of the invention of the printed book;
- the history of the classification of mathematical sciences;
- the history of the scientific institutions.
Literatur
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
851-0084-00LSound Studies und Literatur – ein neues Paradigma? Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2VA. Alon
KurzbeschreibungDie Vorlesung präsentiert die methodische Vielfalt und die wissenschaftspolitischen Antagonismen der auf die Literatur bezogenen Sound Studies und unternimmt es, deren Prämissen kritisch einzuordnen.
LernzielIst Literatur stumm? Die papierenen Seiten des Buches oder der Bildschirm des Tablets, die wir beim Lesen anschauen, könnten darauf hindeuten. Dennoch kann man sich beim Lesen des Eindrucks nicht erwehren, dass Literatur Klang birgt, der uns etwa Autorinnen oder Autoren anhand ihrer "Stimme" identifizieren lässt, der die Lektüre durch Wiederholungen und Assonanzen leitet und der allgemein die klangliche Welt zu reproduzieren sucht.
Wie also ist das Verhältnis von Literatur und Klang zu denken? In den letzten Jahren ist im Umfeld der "Sound Studies" ein Begriff von 'Sound' produktiv gemacht worden, der akustische Phänomene in deren Verbindung mit menschlichen Wahrnehmungen und Handlungen denkt (Morat/Ziemer 2018). Forschungen, die dem Sonic turn bzw den Sound Studies nahestehen, gehen davon aus, das Literatur eine komplexe Akustik innewohnt, indem sie Sound – gehörten Klang – sowohl erzeuge als auch speichere. Das Verständnis von Literatur sei eng an die Konzeptualisierung und Verschriftlichungspraxis von Klang sowie dessen produktions- und rezeptionstechnischen Bedingungen gebunden.
Stark interdisziplinär kombinieren die Sound Studies folglich natur- und kognitionswissenschaftliche Perspektiven, mit technikwissenschafltichen und kulturwissenschaftlichen Herangehensweisen.
In ihren Fokus geraten damit sowohl Theorien der physikalischen Akustik und Signalverarbeitung als auch Methoden der Messbarkeit, der Wiedergabe und Aufzeichnung von Klang, in Verbindung mit deren künstlerischen Verhandlung und Erkundung.
Gleichzeitig fordern sie bisweilen, sich von der Fixierung auf die Schrift zu befreien und einen um Klangpraktiken und Hörtechniken erweiterten Zugang zur Literatur zu bahnen, der diese nicht nur zum Gegenstand macht, sondern unter dem Stichwort "Hören als Forschungsmethode" (Holger Schulze) in die Forschungsmethodik integriert. So peilen die Sound Studies in ihrer Untersuchung der Möglichkeitsbedingungen des Hörsinns nichts weniger als eine "Kritik der Sinne" (Schulze) an.
Die Vorlesung stellt sich der methodischen Vielfalt und den wissenschaftspolitischen Antagonismen der auf die Literatur bezogenen Sound Studies und unternimmt es, deren Prämissen kritisch einzuordnen. Sie bietet dabei einen Überblick über zentrale Aspekte des Sonic turn der letzten Jahre, mit dem Ziel, methodische Instrumentarien für wissensgeschichtlich orientierte Literaturwissenschaft vorzustellen und zu überprüfen.
KompetenzenKompetenzen
Fachspezifische KompetenzenKonzepte und Theoriengefördert
Methodenspezifische KompetenzenAnalytische Kompetenzengefördert
Medien und digitale Technologiengefördert
Soziale KompetenzenKommunikationgefördert
Selbstdarstellung und soziale Einflussnahmegefördert
Sensibilität für Vielfalt gefördert
Persönliche KompetenzenAnpassung und Flexibilitätgefördert
Kreatives Denkengefördert
Kritisches Denkengefördert
Selbstbewusstsein und Selbstreflexion gefördert
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