Thomas Kissling: Katalogdaten im Herbstsemester 2022

NameHerr Thomas Kissling
Adresse
VOGT Landschaftsarchitekten AG
Stampfenbachstrasse 57
8006 Zürich
SWITZERLAND
Telefon0443605454
E-Mailkissling@arch.ethz.ch
DepartementArchitektur
BeziehungDozent

NummerTitelECTSUmfangDozierende
052-1143-22LEntwurf V-IX: Profile der Alpen - Landschaft, Landscape, Paysage, Talschaft (Vogt) Information Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Die Belegung unter myStudies ist erst nach der Zuteilung der Entwurfsklasse am Schluss der internen Einschreibung am D-ARCH möglich (s. Link).

Eine Benotung des Entwurfs am Semesterende erfolgt ausschliesslich aufgrund der per Stichtag 1.11.22, 24:00 Uhr, dokumentierten Belegungsliste (= letzter Termin zum Löschen/Belegen der Lehrveranstaltung Entwurf).
14 KP16UG. Vogt, T. Kissling
KurzbeschreibungDie alpine Landschaft verändert sich in beschleunigter Form. Kontrastiert wird diese Entwicklung von einer rudimentären Beschreibung des Raums als Grundlage für die aktuelle Planung. Vor diesem Hintergrund plädieren wir für eine umfassende und feingliedrige Profilierung der Alpen als Ausgangslage für den Entwurf neuer Landschaften. Dies unter der Prämisse der Erzeugung maximaler Differenz.
LernzielEigenständiges Denken und Handeln
InhaltErhöhter Druck auf die alpine Landschaft
Die alpine Landschaft verändert sich in beschleunigter Form. Die fortschreitende Urbanisierung sowie der Klimawandel transformieren dabei das sensible Gefüge grundlegend. Im Zuge dieser Entwicklung wird die Bedeutung der Alpen mit Blick auf einen umfassenderen Kontext stark zunehmen, denn die vielfältigen vorhanden Ressourcen (Frischluft, Wasser, Biodiversität) wecken zahlreiche Begehrlichkeiten. Die heute bereits vorhandenen Interessens- und Nutzungskonflikte dürften sich damit zusätzlich verschärfen.

Unscharfer Blick
Die Entwicklung kontrastiert mit einer rudimentären Beschreibung des Alpenraums als Grundlage für die aktuelle Planung. Das Bild ist dabei geprägt von der Vorstellung einer heterotrophen Raumaufteilung (Urbanität vs. Brache). Eine Folge daraus ist die paradoxe Situation, dass konkrete Vorhaben jeweils am Einzelfall verhandelt werden und entsprechende (und dringend notwendige) Entwicklungen stagnieren (vgl. die Diskussion um die neue Wasserkraftanlagen).

Den alpinen Raum neu denken
Vor diesem Hintergrund plädieren wir für eine möglichst feingliedrige und vielschichtige Erfassung des Raums als Ausgangslage für eine weiterführende Diskussion. Dieser Ansatz folgt der Einsicht, dass in der ausgesprochene Kleinräumigkeit seit je her das kennzeichnende Merkmal der alpinen Landschaft zu verorten ist, wobei jede Talschaft, primär bedingt durch die landschaftlichen Konditionen, durch spezifische Eigenarten gekennzeichnet ist. Diesem «Substrat der Landschaft» wollen wir nachspüren und es an den Anfang der weiteren Überlegungen stellen. Dabei geht es uns um die beschleunigte Erzeugung von Differenz. Denn im Alpenraum ist «das Andere» nachbarschaftlich omnipräsent und wirkt sowohl identitätsstiften als auch stabilisierend für die Existenz der vielfältigen Gemeinschaften.

Landschaften profilieren
Im Semester betrachten wir alpine Talschaften am konkreten Fall. Aus dieser intensiven Lektüre des Raums leiten wir pro Raumkammer spezifische Nutzungen ab, die in der Folge mit entwerferischen Mitteln weiter geschärft und visualisiert werden sollen. Dem Bild zukünftiger alpiner Landschaften kommt dabei eine doppelte Bedeutung zu. Es bündelt die Gebrauchs- und Wahrnehmungsebenen zu einer Synthese, aber es ist auch die ikonografische Fassung jener Vision, welche eine Gemeinschaft zu gemeinschaftlichem Handeln im Raum verführen soll. Der Versuch, ein zentriertes Bild, ein Thema für die Identifizierung eines Ortes zu finden, wirkt dabei als spekulative Antizipation auf dem Weg zu Profilierung der Alpen. Dabei ist das Bild immer eher als Analyse denn als Entwurf aufzufassen, insofern, als dass es eine theoretische Fassung und Bewertung der schon vorhandenen Entwicklungslinien darstellt.
SkriptDas Workbook wird in der ersten Semesterwoche ausgegeben (20 CHF).
LiteraturDie relevante Literatur ist im Workbook enthalten.
Voraussetzungen / BesonderesCo-teaching: Günther Vogt & Thomas Kissling
Wissenschaftliche Begleitung: Markus Ritter & Rolf Weingartner
Assistierende: Fabiana Frisullo, David Jung, Andreas Klein

Einzel- und Gruppenarbeit, wovon min. 5 Wochen Gruppenarbeit.

Einführung: 21.2.22, 9:00 Uhr (tbc), Ort: Case Studio Vogt (Stampfenbachstr. 59, 8006 Zürich);
Debatten: tab
Zwischenkritiken: tba
Schlusskritiken: tba
Extrakosten: ca. 150.- (Seminarwoche ausgeschlossen).