Suchergebnis: Katalogdaten im Herbstsemester 2019

Geschichte und Philosophie des Wissens Master Information
Grundlagenfächer
Seminare
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
851-0101-81LWissenschaft, Politik, Ideologie. Kartierung einer Konfliktzone Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 30
W3 KP2SM. Wulz
KurzbeschreibungWissenschaft scheint als 'objektive' Suche nach Wissen, das Gegenteil von Ideologie zu sein. Oder kann es auch ideologische Formen von Wissenschaft geben – Wissenschaft also, die unter ideologischen Vorzeichen betrieben wird? Ist 'Ideologie' dann eine Form von Wissen? Und wie verhält sie sich zu anderen Formen wissenschaftlichen Wissens?
LernzielIm Seminar werden wir uns sowohl anhand von Fallstudien als auch von theoretischen Ansätzen mit der Konfliktzone zwischen Wissenschaft und Ideologie befassen. Es werden Methoden erarbeitet, um zu verstehen, auf welche Weise 'ideologisches Wissen' im Verhältnis zu Wissenschaft analysiert werden kann.
InhaltDas Verhältnis von Wissenschaft und Ideologie hat eine lange und kontrovers diskutierte Geschichte. Und auch aktuell scheint dieses Verhältnis wieder auf dem Spiel zu stehen, wenn etwa der Klimawandel von Kritikern als "ideologisches Konstrukt" bezeichnet wird. Im Seminar werden wir einerseits anhand von Fallstudien Konfliktzonen zwischen ideologischem und wissenschaftlichem Wissen erkunden und andererseits anhand von theoretischen Ansätzen Methoden erarbeiten, um die Ausprägungen von ideologischem Wissen im Verhältnis zu Wissenschaft zu analysieren.
851-0101-90LÄsthetik. Zur Geschichte und Theorie des SchönenW3 KP2SA. Kilcher
KurzbeschreibungWas "schön" bedeutet, scheint kaum definierbar zu sein. Andererseits gibt es auch intersubjektive und objektive Kriterien des Schönen. Aus dieser Spannung führte vorübergehend die Begründung der Ästhetik als einer "Wissenschaft" des Schönen, die auf sinnlicher Erfahrung basiert. Seit der Moderne aber ist die Frage des Schönen offener denn je. Wir wollen sie theoretisch und historisch stellen.
LernzielWas "schön" bedeutet, scheint kaum definierbar zu sein, vielmehr ist es bloss ein subjektives Empfinden. Dennoch scheint es andererseits auch intersubjektive, kollektive und kulturelle Vorstellungen, wenn nicht gar objektive Kriterien des Schönen zu geben. In dieser unauflöslichen Spannung von Subjektivität und Objektivität bewegte sich die Diskussion um das Schöne in der Kunst und in der Philosophie seit der Antike. Eine Wende in der Debatte bedeutete die Begründung der "Ästhetik" im 18. Jahrhundert, beanspruchte doch diese, nun eine "wissenschaftliche" Begründung des Schönen zu leisten, indem sie als sinnliche Empfindung (aisthesis) gegenüber der Logik aufgewertet wurde. Während die Kunst zuvor als erlernbare Technik galt, erscheint sie nun als sinnliche und damit subjektive Vergegenwärtigung. Die Abkehr just von diesem Optimismus zeichnet sodann die Wende zu einer Moderne aus, die sich über die nicht-mehr-schönen Künste definierte. Offener denn je scheint seither die Frage, was schön sei. Wir wollen sie in dem Seminar in theoretischer sowie in historischer Hinsicht stellen.
851-0101-77LScience and the State Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Number of participants limited to 30.
W3 KP2SR. Wagner
KurzbeschreibungThis course will reflect on historical and contemporary relations between science and the state. Through various case studies, we will inquire how these two institutions shaped each other. The case studies will cover various scientific disciplines.
LernzielTo understand how science helped form the state apparatus, and how politics helped shape science; evaluate the image of science as three thinking vs. servant of the state; analyze the role of science in generating political authority and political reasoning; analyze how political ideals are expressed in science.
851-0101-48LInfrastructural Imaginaries. Wissens- und Technikgeschichte der InfrastrukturW3 KP2SD. F. Zetti, J. Bruder
KurzbeschreibungThema sind Infrastrukturen als Techniken der Zirkulation von Gütern und Personen im 19., 20. und 21. Jahrhundert.

Ein Schwerpunkt liegt auf den Jahren ab 1960, als die Verbindung von Rechnern, NutzerInnen, Programmen und Daten imaginiert und produktiv wurde. Heute verbinden Techniken des Übertragens und Speicherns Infrastrukturen, die sich zunehmend überlappen.
LernzielDie Veranstaltung bietet einen problemorientierten Einblick in historische und aktuelle soziotechnische Übersetzungsprozesse. Studierende werden anhand von Infrastruktur-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte mit den wechselseitigen Abhängigkeiten sozialen Wandels vertraut gemacht.
InhaltInfrastrukturen halten Güter und Personen in Bewegung. Sie umfassen dabei Kanäle als Shortcuts der Weltmeere ebenso wie klimatisch kühl verankerte Rechenzentren. Öl, Wasser, Strom, Züge, Autos, Containerschiffe, Pendler, Urlauber, Diplomaten, Daten und intelligente Maschinen: Im Seminar werden infrastrukturelle Prozesse und Projekte, Figuren und Objekte auf kultur-, technik- und wissenschaftshistorische Dimensionen befragt.
Die im Seminar behandelten Beispiele stammen aus dem Zeitraum des 19. bis 21. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren ab 1960, als im Entstehungskontext digitaler Gesellschaften die Verbindung von Rechnern, NutzerInnen, Programmen und Daten imaginiert und produktiv wurde. Im 21. Jahrhundert verbinden Techniken des Übertragens und Speicherns Infrastrukturen, die sich zunehmend überlappen.
851-0101-76LThe Animals We Know Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Number of participants limited to 30.
W2 KP1ST. Novick
KurzbeschreibungThis course explores the role of animal lives and bodies in the historical attempts to understand nature and the world. We will review examples such as the laboratory, the natural history museum, and the archeological site. Focusing on Israel/Palestine and the broader Middle East, we will consider animals as tools, objects of learning, and resources in scientific work and technological projects.
LernzielBy examining the place of animals in different cosmologies, in the construction of technological systems and environments, as well as their role in defining the contours of human, we will try to answer the question: What is the relation between animals and knowledge?
InhaltThis course explores the role of animal lives and bodies in the historical attempts to understand nature and the world. We will review examples such as the laboratory, the natural history museum, and the archeological site. Focusing on Israel/Palestine and the broader Middle East, we will consider animals as tools, objects of learning, and resources in scientific work and technological projects.
851-0101-78LVernunft und Öffentlichkeit - das Erbe der Aufklärung Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W3 KP2SU. J. Wenzel
KurzbeschreibungImmanuel Kant schrieb 1784, zur Aufklärung werde weiter nichts erfordert als die Freiheit, «von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen». In Auseinandersetzung mit Kants Philosophie soll in dem Seminar der Frage nachgegangen werden, wie «eng» das (begriffliche) Verhältnis von Vernunft und Öffentlichkeit ist.
LernzielKants philosophische Ansätze zum Verhältnis von Vernunft und Öffentlichkeit aus seinen einschlägigen Schriften rekonstruieren und diskutieren. Kriterien zur Beurteilung der Frage entwickeln, wie weit die Begriffe Vernunft und Öffentlichkeit einander wechselseitig bedingen oder aufeinander verweisen.
InhaltIn seiner vielzitierten Abhandlung «Was ist Aufklärung?» schrieb Immanuel Kant 1784, zur Aufklärung werde weiter nichts erfordert als die Freiheit, «von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen». Vernunft hat nach Kant ihren Existenzgrund in der «Einstimmung freier Bürger» und anerkennt nur, «was ihre freie und öffentliche Prüfung hat aushalten können» (Kritik der reinen Vernunft, B 766f. und A XI Anm.).

In Auseinandersetzung mit Kants Philosophie soll in dem Seminar der Frage nachgegangen werden, wie «eng» das (begriffliche) Verhältnis von Vernunft und Öffentlichkeit ist. Bedarf Vernunft der Öffentlichkeit, um Vernunft zu sein? Ist Öffentlichkeit eine notwendige Bedingung für Vernunft? Aber auch in umgekehrter Perspektive wäre zu fragen: Entspricht Öffentlichkeit ihrem Begriff nur, wenn die Kommunikation, deren Medium sie ist, «vernünftigen Regeln» folgt? Was kann «Einstimmung freier Bürger» ausserhalb der politischen Sphäre, in Wissenschaft und Philosophie, heissen? Sollen die Wissenschaften, sowohl die Natur- und Technik- wie die Geistes- und Sozialwissenschaften, ihre Grenzen öffnen und «citizen scientists» oder «citizen philosophers» integrieren? Oder wiederum in umgekehrter Blickrichtung gefragt: Gibt die Vorstellung einer Gelehrtenrepublik – einer scientific community - das Modell ab für den aufklärerischen Begriff der Öffentlichkeit bzw. des «Publikums»? Im Anschluss an die Kant-Lektüren, die den Schwerpunkt bilden, werden u.a. Texte von Dewey, Heidegger und Habermas diskutiert.
LiteraturEinschlägige Kapitel und Passagen aus Immanuel Kants Werken, insbesondere:
- Träume eines Geistersehers, erläutert durch die Träume der Metaphysik (1766)
- Kritik der reinen Vernunft (1781/1787)
- Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung (1784)
- Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785)
- Kritik der praktischen Vernunft (1788)
- Kritik der Urteilskraft (1790)
- Zum Ewigen Frieden (1795/1796)
- Die Metaphysik der Sitten (1797)
- Der Streit der Fakultäten (1798)
851-0145-08LFrom Biographies of Scientific Objects to Global Narratives in Swiss Museums Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Number of participants limited to 25.
W3 KP2ST. Bartoletti
KurzbeschreibungThis seminar will explore the contemporary trend in global narratives in the history of knowledge and its relation to material culture. The focus will be placed on scientific objects and their “biographies” as a means for constructing the history of science. It involves the understanding of knowledge networks and the establishment of museums and collections as “cathedrals of science.”
LernzielThe seminar on biographies of scientific objects aims to research critically the centre-periphery dynamics in the history of knowledge from perspectives related to the materiality turn and questions of human-non-human agencies. The course proposes methodologically to explore the “territory”, visiting Swiss museums, collections and storage facilities where this issue can be examined today.
InhaltInterest in a global understanding of historic processes has led to a diverse number of investigations and theoretical frameworks that continue to be redefined extensively. The global history approach of this seminar follows this growing trend, adding a Swiss case to the global history of science. In general terms, a global history approach entails an explanation of structured transformations on a global level, transcending national perspectives and “decentralizing” world history. It differs from the older tradition of world history and its narratives of civilization because its focus is not on comparisons or diffusionist explanations, but rather “entanglements”, “networks”, “circulation” and “flows,” aiming to foster interactions across borders. The historiography of science tends to be conceived as a “Global History of Science” in order to include a non-diffusionist narrative of knowledge production and to integrate indigenous epistemologies. In this regard, the Swiss museums as “cathedrals of science” are representative of a broader trans-imperial institutionalization of science in Europe and thus is an interesting object of study but also quite explored critically in Swiss historiography. Recently, debates about the European construction of natural and ethnological collections and epistemic colonization through the trafficking of objects, fossils and bones for their heritage have acquired greater visibility. Moreover, the research of the establishment of Swiss museums intersects adequately with the recent school of studies on “Colonial Switzerland”. This relatively new body of work mainly deconstructs the idea of Swiss “innocence” in colonial territories, reinserting Switzerland in post-colonial studies debates.

A seminar in the research of “biographies” of scientific objects and global narratives in Swiss museums will focus on archeological pieces, fossils, substances, animals among others and their “biographies” as a means for constructing the history of knowledge. This approach, which has been done considerably in recent years, brings with it new theoretical and methodological frameworks, especially related to the materiality turn and questions of human-non-human agencies. Thus, biographies of scientific objects allow us to research epistemic and post-colonial entanglements and the centre-periphery dynamics in the history of knowledge from other perspectives. The seminar proposes methodologically to visit Swiss laboratories, museums, collections and storage facilities and thus the examination will be based on a termpaper related to the history of these collections and museums.
851-0158-17LPraktische Alchemie, 1500-1700 Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 30
W3 KP2ST. Asmussen
KurzbeschreibungAlchemie in der Frühen Neuzeit umfasste weit mehr als der Traum vom Gold. Das Seminar beleuchtet das Thema Alchemie von seiner praktischen Seite und wendet sich dem Wissen von natürlichen Stoffen und ihren Eigenschaften zu. Im Zentrum stehen Fragen nach Akteuren, Orten und Praktiken alchemischen Wissens sowie die mit den Praktiken verbundenen ökonomischen Versprechen.
LernzielDas Seminar gibt einen Einblick in das breite Spektrum der alchemischen Literatur von 1500-1750. Über die Beschäftigung mit den Akteuren, Orten und Praktiken der Alchemie diskutieren wir den Beitrag des volkssprachlichen und handwerklichen Wissens für die Entwicklung der empirischen Wissenschaften. Von den Studierenden wird die Lektüre von deutschen, französischen und englischen Originalquellen erwartet.
InhaltAlchemie bedeutete im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit sowohl Naturphilosophie als auch praktisches Wissen von natürlichen Stoffen und ihren Eigenschaften. Manche Alchemiker wandten sich mehr der philosophischen und mystischen Seite zu, andere mehr der praktischen und wiederum andere verbanden beides miteinander. Besonders die praktische Alchemie erfuhr seit dem 16. Jahrhundert an den Höfen und in den grösseren Handelsstädten Europas eine besondere Aufmerksamkeit. Das Interesse an alchemischem Wissen zeichnete sich auch auf den Buchmärkten ab. Bücher über Bergbau, Metallurgie und Schmelzkunde, über Pigmentherstellung oder Rezept- und Kräuterbücher waren weit verbreitet. Bisweilen durchliefen sie mehrere Auflagen. Neben den gedruckten Büchern zirkulierten eine grosse Anzahl von Manuskripten und Rezeptsammlungen an Höfen und in städtischen Haushalten. Im Seminar wenden wir uns der vielschichtigen Gestalt des Alchemikers zu und gehen den komplexen Fragen nach, wer eigentlich ein Alchemiker war, welche Fremd- und Selbstzuschreibungen damit verbunden waren. Weiterhin untersuchen wir das breite Spektrum des alchemistischen Wissens und seine verschiedenen Anwendungsbereiche. Neben diesem Interesse an den Formen der alchemischen Epistemologie untersuchen wir Alchemie als Geschäft: Wer waren die Auftraggeber, was waren ihre Interessen? Welche Art von Versprechungen und Hoffnungen motivierten die Verträge mit Alchemikern und was waren die Risiken (für die Auftraggeber und für die Alchemiker)?
851-0101-64LPhilosophie der Algorithmen Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 40
W3 KP2SN. El Kassar
KurzbeschreibungIm Seminar diskutieren wir philosophische Fragestellungen rund um Algorithmen, insbesondere die Erkenntnistheorie von Algorithmen – bspw. Produzieren Algorithmen Wissen? Liefern sie Gründe für uns? – und die Ethik von Algorithmen – bspw. Können Algorithmen gerecht oder ungerecht sein? Kann Machine Learning moralisch gemacht werden?
Lernziel- Das Verhältnis zwischen Algorithmen und Menschen in der Praxis mit Hilfe philosophischer Fragestellungen und Theorien reflektieren
- Wissenschaftliche und Alltagspraxis philosophisch reflektieren
- Argumente aus einem philosophischen oder wissenschaftlichen Text rekonstruieren können
- Argumente fundiert kritisieren und diskutieren
- kurze Texte zu philosophischen Fragestellungen verfassen
InhaltIm Seminar diskutieren wir philosophische Fragestellungen rund um das grosse Feld der Algorithmen, insbesondere die Erkenntnistheorie von Algorithmen – bspw. Produzieren Algorithmen Wissen? Liefern sie Gründe für uns? – und die Ethik von Algorithmen – bspw. Können Algorithmen gerecht oder ungerecht sein? Kann Machine Learning moralisch gemacht werden?
851-0101-66LDie Geschichte des BuchesW3 KP2SM. Hagner
KurzbeschreibungDer Buchdruck gehört zu den folgenreichsten Erfindungen der Geschichte – besonders für die Entwicklung der Wissenschaften. Seit einem halben Jahrhundert ist jedoch vom Ende der Buchkultur die Rede, und trotzdem erweist sich das Buch als robust. Wie ist das zu erklären?
LernzielIn der Veranstaltung wird es darum gehen, unterschiedliche Etappen des Buches vom Beginn des Buchdrucks bis zur Gegenwart vorzustellen und ihre Bedeutung für unsere Kultur herauszuarbeiten.
InhaltMarshall McLuhan hat das gedruckte Buch als wesentliches Medium für die Entwicklung des modernen Individualismus und die Dominanz der westlichen Kultur bezeichnet, er hat aber auch das Ende der „Gutenberg Galaxis“ vorausgesagt. Seit der Ankunft des WorldWideWeb in den 1990er Jahren sind die Reden vom Tod des Buches nicht verstummt, aber im frühen 21. Jahrhundert scheint das gedruckte Buch ziemlich widerstandsfähig und lebendig zu sein. Ausgehend von dieser Diagnose werden im Seminar ausgewählte Texte zur Geschichte und Theorie des Buches gelesen, die einen Überblick über die Bedeutung und Wandlungsfähigkeit dieses Mediums geben.
851-0101-73LHomo faber. Der Ingenieur im Wandel der Zeit Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 35
W3 KP2SK. Liggieri
KurzbeschreibungDer Ingenieur ist eine zentrale Figur der Moderne. Sie vereint in ihrer Vision "Erkennen" und "Gestalten" und ist daher für Wissenschaft, Kunst und Kultur ein wichtiger Referenzpunkt. Dennoch zeigen sich Brüche in dieser Figur. An ihr lassen sich nämlich der Wandel von Techniken, unterschiedliche Menschenbilder und Anthropologien sowie politische Utopien ablesen und bestimmen.
LernzielDas Lernziel des Seminar besteht darin, unterschiedliche Bilder von Ingenieuren systematisch (unter dem Begriff des homo faber) und historisch zu untersuchen. Dabei sollen die unterschiedlichen Kontexte und Diskurse (Wirtschaft, Politik, Kunst) mit betrachtet werden. Welche Zeit bringt welches "Ingenieur-bild" hervor? Wie bestimmen unterschiedliche technische Praktiken das Bild des homo faber?
InhaltDer Ingenieur ist eine zentrale Figur der Moderne. Sie vereint in ihrer Vision "Erkennen" und "Gestalten" und ist daher für Wissenschaft, Kunst und Kultur ein wichtiger Referenzpunkt. Dennoch zeigen sich Brüche in dieser Figur. An ihr lassen sich nämlich der Wandel von Techniken, unterschiedliche Menschenbilder und Anthropologien sowie politische Utopien ablesen und bestimmen. Gerade im 20. Jahrhundert entwickelt sich der "Ingenieur" zu einem problematischen Vorbild für einen bestimmten "Menschentypus", der aktiv und tatkräftig nicht nur Technik, sondenr Gesellschaft verändern soll.
851-0101-82LNeue Rechte und Wissenschaft (Redaktion)W3 KP2SM. Wulz, N. Guettler, M. Stadler, J. Steuwer
KurzbeschreibungIm Projektseminar geht es um die kollektive Arbeit an der Publikation zu einem signifikanten wissenschaftsgeschichtlichen Thema: Neue Rechte und Wissenschaft. Die Studierenden lernen, Forschung, Schreiben und wissenschaftliche Kommunikation miteinander zu verbinden. Im Blockseminar (Fortsetzung des FS 2019) steht die Redaktion der Texte im Zentrum.
LernzielDie Studierenden lernen, Forschung, Schreiben und wissenschaftliche Kommunikation miteinander zu verbinden. Das Ziel der Seminars ist, dass die Studierenden lernen, die eigenen Texte zu publikationsfertigen Aufsätzen umzuarbeiten.
InhaltDie Neue Rechte ist medial und politisch äußerst präsent. Dabei wird sie mit einer wissenschaftsfernen Haltung in Verbindung gebracht („fake news“, Klimaleugner, Verschwörungstheorien). Doch haben ‚seriöse‘ Wissenschaften beim Aufstieg der Neuen Rechten eine wichtige Rolle gespielt. Ziel des Seminars ist es, die bislang unerforschte Wissenschaftsgeschichte der Neuen Rechte zu kartieren.
Das Projektseminar zum Thema „Neue Recht und Wissenschaft" ist als Forschungs-und-Schreibwerkstatt konzipiert, an dessen Ende eine Publikation in der Reihe www.aether.ethz.ch steht. Das Blockseminar setzt die gemeinsame Arbeit aus dem Frühjahrssemester 2019 fort (wenn nicht mit den Dozierenden anders vereinbart, ist die Teilnahme am Vorläuferseminar FS 2019 erforderlich!). Bei den ersten beiden Blockveranstaltungen stehen Feedbackrunden in der Gruppe im Mittelpunkt, während danach die Endredaktion der Texte erfolgt. Von den Teilnehmer_innen wird, wie schon zuvor, neben der Anwesenheit an den Blockseminaren ein hohes Maß an Eigeninitiative, Interesse am Thema, und Spaß am Schreiben und Gestalten erwartet.
851-0101-69LNature Writing Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Number of participants limited to 30.
W3 KP2SM. Hampe
KurzbeschreibungNature Writing is a form of literature that relates to facts of nature and man´s relation to it, but does not pursue explanatory goals. It started in the 19th century and had an important revival in the last decade in context with the ecological crisis.
LernzielStudents should get to know the most important text from the tradition of Nature Writing and be able to analyse them and understand their historical context.
InhaltNature Writing is a form of literature that relates to facts of nature and man´s relation to it, but does not pursue explanatory goals. It started in the 19th century and had an important revival in the last decade in context with the ecological crisis.
851-0101-70LDas Wissen der Technik Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 30
W3 KP2SM. Hampe, O. Del Fabbro
KurzbeschreibungTechnisches Wissen wird oft als angewandtes Wissen missverstanden. In dem Seminar werden Texte aus der Geschichte der Technikphilosophie studiert, die die Eigenständigkeit des technischen Wissens erkennen und analysieren.
LernzielKenntnis von Grundtexten der neueren Technikphilosophie.
InhaltTechnisches Wissen wird oft als angewandtes Wissen missverstanden. In dem Seminar werden Texte aus der Geschichte der Technikphilosophie studiert, die die Eigenständigkeit des technischen Wissens erkennen und analysieren.
851-0101-83LVom Labor ins Magazin – Wege in den Wissenschaftsjournalismus Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 25
W3 KP2SW. Eilenberger
KurzbeschreibungTexte schreiben lernen, die Themen, Erkenntnisse und Trends aus den Natur-und Geisteswissenschaften allgemeinverständlich und lustvoll nach außen darstellen und vermitteln. Vertraut werden mit zentralen Genres und Formaten des Magazinjournalismus (Reportage, Kolumne, Interview, Essay, Glosse, Rezension). Einüben der entsprechenden Formate durch praktische Übungen.
LernzielErste eigene Schritte ins journalistische Schreiben ermöglichen. Sensibilisierung für spezifische Herausforderungen und Möglichkeiten des Wissenschaftsjournalismus. Reflexion der Bedeutung von journalistischer Vermittlungsarbeit für die Wissenschaften sowie die Gesellschaft.
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InhaltInhalt: Praktische Übungen im Verfassen von Magazintexten. Erarbeitung kulturgeschichtlicher, wissenschaftssoziologischer und philosophischer Aspekte des Themas "Schreiben für andere - Wissenschaftskommunikation". Aufsätze, Konferenzen oder neuere Werke dienen den Schreibübungen als Ausgangsmaterial. Teilnehmende werden angeleitet, ihre Texte Redaktionen konkret anzubieten
851-0101-24LNarrative Science - An Introduction Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Findet dieses Semester nicht statt.
Number of participants limited to 25.
W3 KP2S
KurzbeschreibungThe seminar aims to provide an introduction to the fairly new research field of "narrative science" and explores the various roles that narratives take on within the research process.
LernzielStudents develop an understanding of the role of narratives in science and get to know the standard readings for the field "narrative science".
InhaltIn the course of their activities, scientists often construct and rely upon narratives. For example: narratives involve ordering materials, an ordering that can be achieved in a variety of ways, be it visually, through diagrams, flowcharts, maps, and the like, or through prose. Or: narratives can also serve as a motivator to get scientists through the often boring and monotone parts of their work. In the seminar we learn what can be known by subjecting these uses of narratives, their authors, characters and events, to serious scrutiny in order to appreciate the logics and rationales by which scientists’ narratives work. The literature draws from fundamental theoretical readings as well as concrete case study papers.
851-0144-07LDas Unendliche in der Philosophie und den exakten Wissenschaften: Logik, Mathematik, Physik Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Maximale Teilnehmerzahl: 40

Besonders geeignet für Studierende D-MATH, D-PHYS
W3 KP2SG. Sommaruga
KurzbeschreibungDas Thema des Unendlichen soll einerseits historisch angegangen werden, indem philosophische Texte z.B. von Kant, Bolzano und Cantor behandelt werden. Andererseits soll das Thema auch vom (ahistorischen) wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet werden: vom Standpunkt der Logik und der Mathematik sowie der Physik.
LernzielVerschiedene Typen von Unendlichem kennen lernen; herausfinden, was am Unendlichen so rätselhaft oder problematisch ist; untersuchen, ob die verschiedenen Typen des Unendlichen (wesentliche) gemeinsame Merkmale haben.
Semesterbericht
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
862-0006-00LSemesterberichtO3 KP3ADozent/innen
KurzbeschreibungDer Semesterbericht dient der individuellen Beurteilung der eigenen Kompetenzentwicklung und soll diese (selbst-)kritisch beleuchten.
LernzielLernziel Semesterbericht: Die Arbeit am Semesterbericht führt zu einer
kritischen Beurteilung der Curricula-Vorgaben und des vom Lehrplan
geförderten oder eingeschränkten Lernprozesses.
Seminararbeit
NummerTitelTypECTSUmfangDozierende
862-0008-22LSeminararbeit in Technikgeschichte (HS 2019) Belegung eingeschränkt - Details anzeigen
Seminararbeit in:
Technikgeschichte der Spätmoderne III
W5 KP11ADozent/innen
KurzbeschreibungDie Seminararbeit vertieft die erworbenen Grundkenntnisse durch Bearbeitung eines speziellen Themas.
LernzielDie Seminararbeit vertieft die erworbenen Grundkenntnisse durch Bearbeitung eines speziellen Themas.
862-0009-21LSeminararbeit in Wissenschaftsforschung (HS 2019) Belegung eingeschränkt - Details anzeigen W5 KP11ADozent/innen
KurzbeschreibungDie Seminararbeit vertieft die erworbenen Grundkenntnisse durch Bearbeitung eines speziellen Themas.
LernzielDie Seminararbeit vertieft die erworbenen Grundkenntnisse durch Bearbeitung eines speziellen Themas.
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