851-0009-00L  "Niederländisch Ostindien" und die deutschsprachigen Wissenschaften, ca. 1800-1950

SemesterFrühjahrssemester 2021
DozierendeB. Schär, M. Ligtenberg
Periodizitäteinmalige Veranstaltung
LehrspracheDeutsch



Lehrveranstaltungen

NummerTitelUmfangDozierende
851-0009-00 S"Niederländisch Ostindien" und die deutschsprachigen Wissenschaften, ca. 1800-19502 Std.
Mo12:15-14:00IFW C 33 »
B. Schär, M. Ligtenberg

Katalogdaten

KurzbeschreibungZwischen ca. 1800 und 1945 waren die Niederlande ein kleines Land mit einem riesigen Imperium im heutigen Indonesien und in der Karibik. Um dieses zu erobern und zu erforschen, waren sie auch auf Hilfe deutschsprachiger Forscher angewiesen. Wie profitierten die deutschsprachige Wissenschaft und der niederländische Imperialismus wechselseitig von einander? Welche Folgen hatte es für wen?
LernzielStudierende lernen neuere Ansätze der Globalgeschichte des Wissens kennen. Sie erhalten Einblicke in die niederländischen Kolonialgeschichte im heutigen Indonesien, sowie in die Geschichte verschiedener Disziplinen wie Geografie, Biologie oder Anthropologie. Sie lernen anhand von Quellen eigene Analysen zum Verhältnis von Wissenschaft und Imperialismus zu erstellen.
InhaltAls kleines Land mit dem zweitgrössten Kolonialreich hinter Grossbritannien waren die Niederlande im 19. und 20. Jahrhundert dauerhaft auf mehr imperiales Know-How, mehr Kapital und Expertise angewiesen, als sie auf ihrem eigenen Territorium zur Verfügung hatten. Dies eröffnete vor allem jenen europäischen Regionen Entfaltungsmöglichkeiten, die spät oder gar nie eigene Kolonialreiche in Übersee ausbildeten. Dies betrifft insbesondere das deutschsprachige Europa. Deutschsprachige Forscher und Universitäten stiegen im 19. Jahrhundert zu den weltweit führenden ihrer Art auf. Ein wesentlicher Teil der deutschsprachigen Wissenschaftsgeschichte entfaltete sich dabei in "Niederländisch Ostindien", dem heutigen Indonesien. Die engen und lange andauernden historischen Beziehungen zwischen der deutschsprachigen Wissenschaften und dem niederländischen Imperialismus in dieser Region sind allerdings noch kaum erforscht. In diesem Seminar wollen wir uns anhand der Sekundärliteratur zunächst einen Überblick über die Entwicklung dieser Beziehung verschaffen. Anhand von Fallbeispielen und historischen Quellenmaterialien wollen wir sodann ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, in welcher Weise die deutschsprachigen Wissenschaften und ihre Forschungsinstitutionen sowie das Projekt des niederländischen Imperialismus sich wechselseitig beeinflussten. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Frage gerichtet werden, welche Rolle südostasiatische Akteurinnen und Akteure bei der kolonialen Konstruktion von deutschsprachigem wissenschaftlichen Wissen gespielt haben.

Leistungskontrolle

Information zur Leistungskontrolle (gültig bis die Lerneinheit neu gelesen wird)
Leistungskontrolle als Semesterkurs
ECTS Kreditpunkte3 KP
PrüfendeB. Schär, M. Ligtenberg
Formbenotete Semesterleistung
PrüfungsspracheDeutsch
RepetitionRepetition ohne erneute Belegung der Lerneinheit möglich.

Lernmaterialien

Keine öffentlichen Lernmaterialien verfügbar.
Es werden nur die öffentlichen Lernmaterialien aufgeführt.

Gruppen

Keine Informationen zu Gruppen vorhanden.

Einschränkungen

PlätzeMaximal 30
WartelisteBis 07.03.2021

Angeboten in

StudiengangBereichTyp
Doktorat Departement Geistes-, Sozial- und StaatswissenschaftenLehrangebot Doktorat und PostdoktoratWInformation
GESS Wissenschaft im Kontext (Science in Perspective)GeschichteWInformation
Geschichte und Philosophie des Wissens MasterSeminareWInformation